Pihala

Feyin

Pihala ist eine Sommerfee. Sie ist bekannt als Ihre Hochgeboren Pihala, Wandergräfin des Sommers, Mitglied des Hauses der Träume, Hüterin des silbernen Kelchs.

Die Gestalt von Pihala ist wie die vieler Feen äußerst wandelbar, sie erscheint aber häufig in Gestalt einer edel gekleideten, schmetterlingsflügeligen Imisén von 40cm Größe mit schneeweißer Haut, smaragdgrünen Augen und silbernem Haar (also wie eine Pixie). Ihre bevorzugten Farben sind blassgrün und rosa; sie mag kein Gold, nur Silber. Auch als farbenfroher Riesenkäfer mit giftigem Atem und als ständig sich wandelnde Wolkengestalt wird sie in mehreren Berichten beschrieben. Im Kampf führt sie keine Waffe, sondern verlässt sich auf die von ihr heraufbeschworenen Traumwesen und tödliche Illusionen.

Pihala versucht offenbar regelmäßig in die physische Welt überzutreten und “wirklicher” zu werden. Verschiedene Aufzeichnungen legen nahe, dass sie zwischen 400 und 600 Jahren für einen neuen Versuch braucht, nachdem sie mit einem Trick in die Blendwelten zurückgelockt, dorthin vertrieben/gebannt oder “vernichtet” wurde. Um in die Realität überzutreten, nimmt sie in Träumen Kontakt mit Sterblichen auf und gewährt ihnen 12 Wünsche. Die Erfüllung der Wünsche verwandelt die Wünschenden in eine Art Kanal zwischen der Traumwelt und der physischen Welt, durch den Pihala übertreten kann, wenn der Kanal nach dem 12. Wunsch stabil genug ist. Ihre Präsenz ist jedoch verheerend, denn sie kann sich nie ganz von der Traumwelt lösen und destabilisiert das Gefüge der Wirklichkeit, bis in ihrer Umgebung alles so unbeständig ist wie in den Träumen, die ihre Heimat sind.

Die Hüterin des silbernen Kelchs der Träume

Der Titel “Hüterin des silbernen Kelchs” bezieht sich auf eine 8cm große, silbrig-blau glänzende, kelchförmige Blüte, in der ein großer silberner Tropfen liegt. Ungeachtet ihrer jeweils angenommenen Gestalt ist die blaue Blüte ein fixes Attribut an ihr. Pihala kann auch in ihrer Umgebung 40cm hohe Blumen mit violettstichigen langen Schwertblättern wachsen lassen, die solche Blüten tragen.
Auf nahezu alle Arten von Pflanzenfressern üben diese Blumen einen großen Reiz aus; Tiere, die sie fressen, beginnen sich jedoch nach kurzer Zeit merkwürdig zu verhalten, werden schläfrig, apathisch, leiden an Drehsucht oder legen sich auf den Rücken und strecken die Beine in den Himmel, bis sie verenden.
Mitglieder der Völker, die “aus Pihalas Kelch trinken”, werden schläfrig und leiden unter Wachträumen. Sie können zunehmend weniger unterscheiden, was Traum und was Realität ist, bis nach etwa 1 Monat Gegenstände und Wesen aus ihren Träumen in die Wirklichkeit übertreten. Da dies auch die Monster ihrer Alpträume mit einschließt, werden die Opfer zum Schutz der übrigen Anwohner oft vertrieben oder getötet. Ein Heilmittel ist nicht bekannt.

Die Legende von Pihala

Wie bei allen Feenwesen ist Pihala der Name einer Rolle, die über die Zeit von verschiedenen Feenwesen ausgefüllt wurde. Die Geschichte, die Ziele und Vorgehensweisen von Pihala werden durch ihre Legende vorgegeben: Wenn eine Pihala stirbt, entbrennt am Sommerhof unter den Edlen der Feyin ein politischer und psychologischer Kampf unter verschiedenen Anwärtinnen, bis eine von ihnen die Wandergräfin wird. Die neue Pihala nimmt damit aber nicht nur den Titel und die Pflichten am Sommerhof an, sondern ihr gesamtes Erscheinungsbild, ihr Geist und ihre Art zu Denken verändern sich, um der Legende zu entsprechen. Insofern kann man sagen, dass jede Pihala die Pihala ist und dass Pihala in diesem Sinne unsterblich ist, auch wenn ihr Körper vernichtet wird.

Die Ritter des Hauses der Legenden besingen Pihala wie folgt:

Im Haus der Träume spross selten schönere Blume
Den Tau des Morgens gießt ein sie in silbernen Kelch
Trinkt Abends den Nektar der wahr werdenden Wunder
Beschwingt in den Strahlen der Sonne des Sommers
Tanzt mit den Tagfaltern sie vom Traum
Hinab in die großen Gedanken der glücklos Gierigen
Sie tauscht mit den Todgeweihten Träume um Tatsachen
Zwölf Sehnsüchte sichern ihren Steg ins Sein
Wahnsinnige Wahrerin wünscht sich, noch wahrer zu werden
Doch Phantasmen kleben wie Kletten an ihrem Kleid
Hört: Pihala ist die Legende von Wirklichkeit und Traum.

Legenden, die sich mit der Legende von Pihala überschneiden, sind die Legende von Malvenna?, einer Feyendame, die Pihala ihren silbernen Kelch stiehlt, um dem Feyenritter Avren? vorzugaukeln, er habe das Schwert Flamrung gefunden, so dass seine Queste beendet ist und er sie freien kann und die Legende von Korun? und Avorlin?: Korun versucht jeden Winter, Pihalas friedliche Sommerwiese mit Schnee und Hagel zu überfallen, wird aber vom Edlen Ritter Avorlin zurückgedrängt, woraufhin er von Pihala mit einer “traumhaften Nacht” belohnt wird.

Zuletzt geändert am 02.07.2016 20:55 Uhr