Joustava Ampua pienistä vesi virtaa nopeasti sen ohut kuori mehua


Biegsamer kleiner Zweig, dessen Wasser
schnell durch dünne Rinde fließt

Ampua (als Kurzform ihres zur Frauwerdung erhaltenen Namens, der nur von wenigen außerhalb ihres eigenen Volkes vollständig ausgesprochen wird) ist eine etwa 1,40 m große, zierliche und unverkennbar weiblich-anmutige Taipuisa, der niemand zutrauen würde, dass sie auch nur einer Fliege etwas zu Leide zu tun könnte. Dennoch erscheint ihre Gestalt bei näherer Betrachtung durchaus sehnig und zäh.

Die Hautfarbe changiert vom Hellgrünen bis ins Dunkelgrüne, schimmert manchmal auch bläulich, was sie zwischen Bäumen und Sträuchern fast unsichtbar erscheinen lassen kann. Die glatten Haare in allen möglichen Schattierungen von hellblond über rot bis dunkelbraun sind lang und reichen fast bis zum Ende des Rückens. Vornehmlich am Kopf wachsen von Zeit zu Zeit Blüten aus ihrer birkenartig glatten Haut. Ihre Stimmung ist auch an dem Duft erkennbar, den sie verströmt: Von süßlich und wie frisches Grün nach einem Frühlingsregen bis kräftig bitter, ähnlich den Blättern einer Pappel. Die Augen sind von grün-grauer Farbe und vergleichsweise groß, was ihr immer einen Ausdruck leichten Erschrecktseins verleiht. Ihre meist leise, fast flüsternde Stimme stützt dieses Bild noch.

Wie die Mehrzahl der Vertreter ihres naturverbundenen Volkes trägt sie keine Kleidung, jedoch klebt hier und dort – oder wächst, so genau ist das nicht zu sagen, es sei denn, man zupfte tatsächlich daran – wie zufällig ein unscheinbares Blatt an der richtigen Stelle. Eine Umhängetasche, die offenbar aus dem kompletten Balg einer Art Otter gefertigt ist, ein Bogen und ein anscheinend nahtloser Armschutz aus Baumschlangenhaut am linken Unterarm vervollständigen das Bild. In letzter Zeit ist sie zudem selten ohne einen Pitkahaara zu sehen, einen zweihändig geführten tapuisischen Kampfstab. Dieser hat jedoch nicht die üblichen Attribute eines Kampfstabs aus totem Holz, sondern sieht statt dessen irgendwie lebendig aus, mit der feinen Schuppenstruktur und dem Kopf eines Schlangenblattes (vgl Atherisauva?)

Wie die Mitspieler während der ersten Begegnungen erkennen konnten, ist sie mehr als neugierig. Zusammen mit dem bislang nur rudimentären Wissen über die zwischen-imisenischen Verhaltensweisen kann das schon mal seltsam anmuten, weil sie weder den Raum verlässt noch wegschaut, wenn die ganze übrige Welt das vermutlich tun würde.

Ihr wurde nach einem Fehltritt - gelinde ausgedrückt - von den Ältesten ihres Heimatdorfes Hohtavametsa (Schimmerwald) offenbar nahegelegt, sich als Sucherin der Gilde zu verdingen. Über die anscheinend schwerwiegenden Gründe, die dazu führten, spricht sie nicht - die einzige Ausnahme war bisher Tuo Tasapainoa (Bringt Balance), eine der Hengenvahti von Suojakansi, dem Hallapuisa-Dorf unter dem Pilzland Sienimaa. Doch es muss wohl etwas mit den Verhaltensweise ihres Volkes zu tun haben, denn sie verhält sich Ihresgleichen und insbesondere Ologapuisa gegenüber sehr zurückhaltend und wirkt dabei manchmal, als würde die Scham sie fast überwältigen. Mit ihrer für Mitreisende recht offensichtlichen Magiebegabung hätte sie wohl problemlos auch Gildenmagierin werden können, doch wurde entschieden, dass sie als reisende Sucherin nützlicher wäre.

Vor allem dem Leben von Pflanzen jedweder Art gegenüber zeigt sich Ampua hilfsbereit. Einen Ast abzuschneiden oder gar einen Baum zu fällen, käme ihr nie in den Sinn, auch wenn sie solches Tun häufig genug von Seiten der Imisen mitansehen muss. Bei solchen Momenten kann es durchaus vorkommen, dass ihre Augen einen Lidschlag lang zornig aufleuchten, wenn jemand genau genug hinsehen sollte um das wahrzunehmen. Statt dessen heilt sie geschundene Natur wo sie kann und bittet Bäume allenfalls um ihr Holz, wenn sie es benötigt. Insgesamt versucht sie, der Natur immer ebensoviel zurückzugeben, wie sie genommen hat.

Gewaltanwendung und in letzter Konsequenz der willkürlich herbeigeführte, sinnfreie Tod eines Lebewesens in jedweder Form sind ihr nicht nur zuwider, derartige Vorkommnisse lassen sie häufig schaudern oder sich auch völlig vor einem solchen Schrecken verschließen. Sie würde, ließe man sie, wohl auch den Adepten der torvagischen Nekromanten eine Möglichkeit zur Umkehr und Wiedergutmachung geben, während der Rest der bekannten Welt diese schnellstmöglich mindestens einen Kopf kürzer sehen will.

Zuletzt geändert am 03.09.2020 21:10 Uhr