Rashkar Fellerim

Rashkar ist ein nicht ganz vier Fuß (115cm) großer Belluino mit rotbrauner Fuchsmähne. Er trägt ocker- und sandfarbene Lederkleidung und mehrere Halsketten mit Knochenschnitzereien daran, die Tierfiguren darstellen. In seinem Tuchbeutel finden sich immer wieder interessante Dinge, wenn man lange genug kramt, aber die Stabschleuder und das lange Messer (ein etwas zu kleines Kurzschwert?) mit dem Horngriff und der schon wellig geschliffenen alten Klinge hat er immer parat - man weiß ja nie!

Rashkar ist im Stamm der Fellerim zum Tierbändiger ausgebildet worden und sein Vater hofft, dass er ihm eines Tages auf den Platz des Schamanen nachfolgen wird - wovon Rashkar alles andere als überzeugt ist. Sei es wie es sei, die Totems sprechen mit ihm und er ist recht gut im Lesen von Handlinien und Eingeweiden, also wird sein Vater vielleicht doch Recht behalten. Bis es soweit ist, soll Rashkar beim Konvent alles über Magie, die Xuktcha und Feen lernen, was das “Großvolk” ihm beibringen kann - und mit diesem Wissen irgendwann heimkehren. Die Frage, was die sonst auf ihren Gewinn bedachte Gilde davon hat, bleibt jedoch unbeantwortet.

Der junge Arrodo-Tiermeister ist übrigens nicht “magiebegabt” im Sinne des Konvents, der sich nur mit der Tila beschäftigt. Seine Macht basiert auf den Übereinkünften, die er mit Geistern und insbesondere den Totems trifft, also der “Leitmagie” Taivas. Daher konnte er vom Konvent nicht in die Riege der Magier aufgenommen werden, obwohl ihm als “Priester” nicht nur in den Augen der Arrodo, sondern auch in den Augen der Magier Respekt gebührt. Man entschied sich, ihn bei den Suchern ausbilden zu lassen - möglicherweise auch in der Hoffnung, er wäre dann mehr außerhalb der Akademien unterwegs als in hohen Bildungseinrichtungen “echten” Gelehrten in den Beinen herumzustehen und komische Fragen zu stellen.

Obwohl Rashkar nun schon ein halbes Jahr Grundausbildung hinter sich hat, ist die zivilisierte Gesellschaft für ihn immmer noch ein wundersamer Ort voller unverständlicher Dinge: Wagen mit Rädern und Schiffe gehören ebenso zu diesen Wundern wie mehrstöckige Häuser und Betten (wie soll man denn alleine, also ohne seine Rotte schlafen?). Oder das Essen am Tisch mit Besteck - sicherlich ein ebenso seltsamer Ritus wie die Sache mit dem Heiraten und der ehelichen Treue.

Auf andere Personen macht Rashkar oft einen verspielten, geselligen und gutmütigen ersten Eindruck - und wegen seiner kulturell bedingten Unwissenheit oft auch einen etwas naiven. Er ist jedoch alles andere als dumm und lernt schnell und gerne dazu.
In Bezug auf Gefährten sind ihm Zusammenhalt und gegenseitiges Vertrauen besonders wichtig. Arrodo sind berühmt für ihre koordinierten Angriffe in der Rotte, weil dies die einzige Art und Weise ist, in der kleine Jäger erfolgreich viel größere Beute erlegen können, ohne dabei zu sterben. Für Belluino-Jagdgesellschaften sind deshalb gemeinsamer Kampf, gegenseitige Hilfe im Alltag und festes Vertrauen in die Mitglieder der Jagdgesellschaft (oder Abenteurergruppe) ebenso natürlich wie unabdingbar. Auf der anderen Seite kann das aber heißen, dass unterlassene Hilfe oder gebrochenes Vertrauen tödliche Beleidigungen darstellen, weil Unzuverlässigkeit in der Wildnis nur zu oft tatsächlich tödlich ist…

Zuletzt geändert am 25.09.2017 19:00 Uhr