K∞F Sucher

Organisationen

Die Sucher sind die nicht- oder niedermagischen Mitarbeiter des Konvents des Endlosen Flusses (K∞F), den den Vollmagiern untergeordnet sind und ihnen zuarbeiten. Dabei begreifen sich die Sucher als hochqualifizierte Spezialisten für eine Vielzahl von Bereichen, ohne die die oft verkopften Magier des Konvents vollkommen hilflos wären.

Übergeordnete Organisation:
Der Konvent (K∞F)

Untergeordnete Organisationen:
Rationare
Konsiliare
Quästoren (“Sucher”)
Sonderquästoren
Laboranten

Als Sucher werden von der breiten Bevölkerung inzwischen alle Angestellten des K∞F bezeichnet, obwohl sich der Begriff ursprünglich nur auf diejenigen Gildenbediensteten bezug, welche dem “Pfad der Suche” folgten, den Quästoren. Da diese “Sucher” jedoch den meisten Kontakt mit der Bevölkerung haben und oftmals durch spektakuläre - um nicht zu sagen heldenhafte - Aktionen im Gedächtnis bleiben, hat sich die Bezeichnung auf alle Nicht-Vollmagier im Dienst des Konvents ausgebreitet.

Die heutigen Sucher umfassen daher heute neben den eigentlichen Ermittlern und Soldaten des Konvents, den “Quästoren” des Pfades der Suche, auch die Bürokraten, Verwalter und Logistiker der Ausbildungs- und Forschungseinrichtungen des Konvents, die “Rationare” der Administration, seinen diplomatischen Arm, der mit den Reichen und Mächtigen verhandelt, die “Konsiliare” des Pfades des Friedens und auch die wissenschaftlichen Mitarbeiter, Bibliothekare, Ritualisten und “Laboranten” des Pfades des Wissens.

Mehr zu den einzelnen Arten von Suchern, ihren Aufgabengebieten und ihrer Ausbildung (und ihren GURPS Occupational Templates) findet sich auf den entsprechenden Seiten und auf der Seite über den Konvent als solchen.

Gildenrecht

Gildenrecht ist noch im Entwurfsstadium

Sucher unterliegen dem Gildenrecht des Konvents des Endlosen Flusses (K∞F oder KEF) und nur in eingeschränkter Form dem jeweils örtlich geltenden Recht der weltlichen Herrscher, solange sie im Dienst handeln. Ein erfolgreicher Wurf auf Law (KEF) gibt Aufschluss darüber, ob eine Vorgehensweise im Einklang mit dem Gildenrecht steht, alle Sucher werden in der Grundausbildung mit diesen Gesetzen vertraut gemacht (siehe Rechte und Pflichten).

Die Gilde ahndet Vergehen gegen ihre Gesetze mit einer Reihe von möglichen Strafen, über die

  • bei leichten Vergehen der vorgesetzte SucherIII oder AltsucherIV mit oder ohne formlose Anhörung oder
  • bei schweren Vergehen der vorgesetzte MeistersucherV nach ordentlicher Anhörung oder
  • bei Kapitalvergehen ein Gildentribunal aus Hohem SucherVI und zwei Vollmagiern im Rang eines HohezauberersVI, MagiersVII oder ErzmagiersVIII nach formellem Gildengerichtsverfahren

entscheiden.

Das Strafmaß reicht von unliebsamen Strafdiensten und Strafversetzungen auf unliebsame Posten über Geld- und Leibstrafen bis hin zu Kerkerhaft und Tod. Außerdem kann die Gilde magische Gegenstände konfiszieren und Zauberwirkern ihre Magie temporär oder dauerhaft nehmen, wenn sie zum Schluss kommt, dass solche Kräfte nicht in die Hand eines Straffälligen gehören oder sie vermuten müssen, dass derjenige sich der Strafe entziehen will.

Leichte Vergehen und typische Strafen

Als leichte Vergehen werden allerlei “lässliche Sünden” und “Kavaliersdelikte” bezeichnet, einschließlich des sehr dehnbaren Begriffs des unziemlichen Verhaltens (einschließlich Trunkenheit im Dienst).

Die Strafen reichen vom einfachen und schweren (vor versammelter Mannschaft) Verweis, über Strafdienst bei unliebsamen Tätigkeiten (Latrinenausheben, Küchenhilfe, Reparaturarbeiten) oder an unliebsamen Orten (in sengender Sonne Wache halten oder stundenlang Strammstehen), Soldeinbehalt oder Geldbuße oder Konfiszierung von Sonderausrüstung bis zu 1 Monatssold, Ausgangsbeschränkung, bis hin zu Prügelstrafen bis zu 10 Hieben oder Arrest bis zu 1 Woche.

Strafversetzung: Zuweilen halten es die Vorgesetzten für angebracht, den sündigen Sucher einem anderen Einsatzteam oder einer anderen Dienststelle zuzuweisen, einschließlich einer Versetzung zwischen den verschiedenen Dienstarten: Ein feiger Sucher kann zur Strafe in die Schreibstuben der Rationare oder als Laborant zu einem Magier versetzt werden, ein schusseliger Laborant zur Strafe Dienst an der Waffe schieben müssen. Zu den mühseligen, langweiligen Diensten gehört unter anderem das Eintreiben der Gelder für die Wildtier-Schutzstelen oder das Begleiten eines Magier bei der Prüfung der Kinder auf Magiebegabung oder beim Ausbringen der Feld- und Tierzauber.

Zauberwirkern kann die freie Nutzung ihrer Magie (d.h. ohne direkten Befehl) für bis zu 1 Monat untersagt werden. Die Zuwiderhandlung ist ein schweres Vergehen. Außerdem können magische Gegenstände für bis zu 1 Monat konfisziert und notfalls durch wenig wertige Standardartikel ersetzt werden (bei Waffen nenn man diese “Sühneprügel”).

Schwere Vergehen und typische Strafen

Als schwere Vergehen werden dienstlich nicht begründbare schwere Personal- oder Sachschäden, Diebstahl oder Unterschlagung von Gildeneigentum (inkl. Steuern) und teilweise oder vollständige Befehlsverweigerung und unerlaubtes Entfernen von der Truppe geahndet, außerdem alle Handlungen, die den guten Ruf der Gilde in Misskredit bringen oder die Sicherheit der Sucher und Magier gefährden.

Neben zeitlich ausgeweiteten Formen der Bestrafung für leichte Vergehen ahndet die Gilde schwere Vergehen auch mit Degradierung und Gehaltskürzung oder ehrloser Entlassung (teils mit einem magischen Brandmal, das alle deutlich auf das Vergehen hinweist).

Zauberwirkern kann ohne Zeitbegrenzung eine sogenannte Magierfessel angelegt werden, ein Artefakt, das ihre Magie unterdrückt und welches sie nicht ablegen können. Magische Gegenstände des Delinquenten können dauerhaft konfisziert werden.

Kapitalvergehen und typische Strafen

Kapitalvergehen sind solche Vergehen, welche die Gilde, ihr Ansehen und ihren Stand in der Gesellschaft und ihre Geheimnisse und ihr Monopol auf Magieausübung direkt gefährden, sowie Körperverletzung an oder die Tötung von vorgesetzten Suchern oder Vollmagiern gleich welchen Ranges sowie Fahnenflucht (Desertion).
Dazu zählen auch das Brandschatzen, Plündern und Vergewaltigen von Feinden ohne Befehl eines Meistersuchers - die Gilde hat schließlich einen Ruf als Hüterin der Zivilisation zu wahren!

Die Strafen erstrecken sich von ehrloser Entlassung mit magischem Brandmal über Kerker- und Leibstrafen bis hin zum Tod durch das Beil.

Zauberwirkern kann zur Strafe auch ihre Magiebegabung aus der Seele gebrannt werden, ein Prozess, der auch Wahnsinn und den Verlust von Wissen und Intelligenz (Fright Check mit −8 und Will −8 vs. −15 CP in mentalen Nachteilen) zur Folge haben kann.

Gildenrecht - Entscheidungen

Wenn der SL in Spielsessions Do’s & Don’ts zum Gildenrecht festlegt (z.B. aufgrund von erfolgreichen Würfen auf die Fertigkeit Law (KEF), sollten sie hier gesammelt werden.

Ruf und Reputation

Genauso wie Charaktere für positive Taten im Siel eine gute Reputation bei bestimmten Bevölkerungsgruppen als Vorteil erhalten können, können sie bei negativen Taten natürlich auch einen schlechten Ruf erwerben. Zu den oben beschriebenen offiziellen Strafen kommen daher oft inoffizielle Nachteile, wenn sich Sucher wiederholt als unzuverlässig, faul, inkompetent oder anderweitig störend für ihre Kameraden und Zeitgenossen erweisen:
Sie erhalten schwerer Zugang zu Gildengeheimnissen, Spezialausbildungen und magischen Gegenständen, weil die entsprechenden Magier, Lehrer oder Zeugmeister “gerade keine Zeit” haben und es wird zunehmend unwahrscheinlich, dass sie von Magiern für ihre prestigeträchtigen und einträglichen “Sonderprojekte” angefordert werden.

Dies ist der Nachteil Reputation (−1 bis −4) bei einer Large Class of People, Kosten ×½, die Häufigkeit der Wiedererkennung kommt darauf an, wie weitflächig ein Charakter sich unbeliebt gemacht hat, aber meist nur Occasionally (7-), Kosten ×1/3.
Zuletzt geändert am 12.07.2020 16:46 Uhr