Im Dienste Ihrer Fakultät - Season 2018

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Sessions 46 - 73

Session 046 (03.01.18 / 24.7.648) - Die Rauchparderhöhle [+10]

SL

Noch in derselben Nacht verlässt Bringt Balance die Gruppe wieder, um sich ein eigenes Bild vom Krater zu verschaffen. Er sagt, er wird “Atmet Staub” bei seiner Rückkehr erzählen, was er von Ampua und Rashkar erfahren hat.

Der nächste nächtliche Besucher ist eine Pilzkrabbe, die einerseits von den magischen Abwehrmaßnahmen Ampuas, andererseits von Tam Tam abgelenkt und fortgelockt wird. Rashkar meditiert und ruft schließlich die Dame der Quelle herbei, um mit ihr über die Sicherheit der Höhle und des kleinen Teichs zu sprechen. Die Dame verrät ihm, dass ihr Teich und die Fische sauber und frei von Sienimaa seien, dass sie aber schon vor “langer, langer Zeit” jeden Kontakt zu anderen Geistern verloren hat und sich nur Sienimaas Einfluss entziehen kann, weil sie klein und unauffällig ist. Sie vermutet, dass es anderen kleineren Genien, die das Gebiet von Sienimaa früher einmal bevölkerten, ebenso ergangen sein könnte - vielleicht sind sie aber auch alle verschlungen worden. Um ihr eine Freude zu machen, bittet Rashkar Tam Tam, das Rudel aus der nicht weit entfernten Höhle hierher zum Trinken zu schicken, damit deRauchparder-Geist und die Dame der Quelle sich begegnen können und nicht mehr so alleine sind.

Am nächsten Tag (25.7.) beobachtet Ampua, während Rashkar bei den Rauchpardern weilt, aufmerksam einen Hutmännchenbau, als ein riesiges Pilzwesen vorbeikommt. Der Bodenläufer? stellt sich über den Bau, der Bau lässt eine Art Schlauchgewebe in den Leib des Bodenläufers wachsen, der daraufhin eine Art schleimige Flüssigkeit in den Bau pumpt. Danach verwittern die Schläuche und der Bodenläufer trabt wieder dorthin zurück, woher er kam. Auf magischer Ebene kann Ampua nachvollziehen, dass die Hutmännchen vorher die örtliche Magie verändert hatten, um Kommunikations- und Empathiezauber zu begünstigen. Tatsächlich scheinen mit dem Schleim Informationen in den Bau gepumpt worden zu sein. Kurz darauf ziehen sich alle Hutmännchen zurück und mit einem hörbaren Knall wird die Königin der Hutmännchen Richtung Norden geschossen. Die übrigen Hutmännchen wirken danach verwirrt und unkoordiniert, gehen aber weiter den vorherigen Tätigkeiten nach - vermutlich, weil sie nicht wissen, was sie sonst tun sollten, nun, da ihr Zweck erfüllt ist. Etwas verspätet macht sich Ampua darüber Gedanken, ob sie die Informationsweitergabe wohl hätte unterbinden sollen…

Die Helden reisen weiter und steigen - die eine auf ihrer Kiste schwebend, der andere in Rauchparderform - dabei die Canyonwand hinauf, weil sie in der Luft weniger Ärger als am Boden erwarten. Am Abend erreichen sie schließlich eine weitere Rauchparderhöhle oberhalb des Pilzdorfs der Uschwa Lüür. Das Dorf unter ihnen scheint sich im Alarmzustand zu befinden, es sind viele Wächter unterwegs und alle Pilzwesen wirken recht unruhig. Tam Tam “begrenzt” das örtliche Rudel auf eine der Höhlen, sodass Ampua und Rashkar beruhigt in der anderen übernachten können. Bevor sie sich niederlegt , macht sich Ampua noch Gedanken über den Zustand der 90×90×90 cm großen Holzkiste - was, wenn der Geisterblitz etwas darin beschäftigt hat? Teils aus Besorgnis, teils aus Neugier beschließt sie, das Innere vorsichtshalber magisch zu analysieren, doch ein Durchdringen des Schutzes gelingt ihr nicht. Sie erkennt aber, dass der Zauber Scryguard-20 eingebettet ist.

SL-Hinweis: 10 CP für die letzten 3 Sessions vergeben. Frohes Neues!

Session 047 (17.01.18 / 25–27.7.648) - Die Kiste ist am Ziel [+3]

SL

Ampua, Rashkar und Tam-Tam erreichen endlich mit der ominösen Kiste Suojakansi. Während Ampua mit der Kiste in die Höhlen der Hallapuisa hineingeht, bleiben die beiden anderen lieber draußen - wer weiß, wie die Taipuisa auf die jüngsten Taten des Arrodo reagieren würden? Dadurch kann Rashkar verschiedene Ansätze beobachten, wie der Pilzwald in das Gebiet der “Eindringlinge” einbrechen will - noch vergeblich, denn die Taipuisa haben einen magischen Schutzwall errichtet, der vorerst sehr gut hält. Der Pilzwald scheint dabei immer das Muster beizubehalten, Tagsüber etwas wachsen zu lassen und vorzubereiten und Nachts die Macht des Todes und der Zersetzung aus den vorbereiteten Pilzstrukturen freizusetzen.

In der Zwischenzeit bespricht Ampua mit Atmet Staub, der Königin von Suojakansi, das merkwürdige Verhalten von Halver Brúns und Mirenna und tauscht sich mit dem Lebenswächter Antaa ruoho kasvaa (Lässt Gras wachsen) über Leylinien und Magie aus. Beide machen sich zum Abschied kleine Geschenke: Ampua überreicht Antaa ruoho kasvaa ein filigran gearbeitetes Baumblatt aus Holz und erhält im Gegenzug ein kleines Strohpüppchen, das sie bei sich tragen soll. (Anmerkung: Das magische Strohkonstrukt kann bei Körperkontakt einmal einen bevorstehenden Klingenschaden in Ausdauerschaden wandeln)

Im Gespräch mit “Atmet Staub” kann Ampua ihr vom Leid der Ologapuisa berichten, denen durch die veränderte Leylinie geschadet wird. Obwohl die Ologapuisa Ampua damals sagten, dass Atmet Staub sie abgewiesen hätte, als sie auf der Flucht waren, sagt die Königin der Hallapuisa nun, dass sie ihr nun willkommen seien, wenn sie nicht mehr voller Wahnsinn und eine Gefahr für ihre Sippe wären. Dies sei damals der Grund gewesen, ihnen den Zutritt zu verweigern.

Schließlich reisen Ampua und Rashkar mit der Kiste wieder aus Suojakansi ab, auch wenn sie sich erst noch ein wenig zanken müssen und dadurch die Aufmerksamkeit einiger fluffiger Sporen auf sich ziehen. Ampua kann sie aber dank ihres Zauberschildes abwehren.

SL-Hinweis: Der Segen Arastienus wirkt nicht mehr auf Rashkar und Ampua. Die Eierschalen verbergen Rashkar noch (14).

Session 048 (22.01.18 / 27.7.648) - Knapp entronnen und freudig begrüßt [+2]

Ampua

Die weitere Reise durch Sienimaa verläuft weitgehend ereignislos, bis Rashkar und Ampua auf den offenbar hochmagischen Wirbelsturm stoßen. Dieser hat seinen angestammten Platz verlassen und bewegt sich Rchtung Nordwesten, also auf den Ausgang aus dem Pilzwald zu. Weil der Wirbel auf seinem Weg überall seltsame Gegenstände hinterlasen hat, betrachten beide diese genauer und sammeln zwecks späterer Untersuchung auch einige davon ein (Rashkar: Eine alte Socke, ein taubeneigroßer Smaragd im Wert von 600 KS, ein Bronzeschild mit Xuktcha-Symbolen darauf, ein normales Handbeil - Ampua: stählerne Beinschienen in Cetosi-Größe, ein schwarzer Umhang mit silberner Schließe, ein Langschwert aus Glas).

All dies wurde offenbar aus Pilzmaterial “hergestellt”, was Rashkar und Ampua zu selten einträchtigen Mutmaßungen über die dahinter steckende Magie verleitet. Um mehr zu erfahren schickt Ampua einen Pfeil in den Wirbel, wegen der besseren Sichtbarkeit mit einem daran gebundenen, gelben Stück Stoff. Dieser verwandelt sich zunächst in einen Kopfschmuck aus Pfauenfeder, dann in ein großes Tuch, dann wiederum in einen Guillotine und wird schließlich als Dreschflegel aus dem Sturm geschleudert. Eine faszinierendes Geschehen. Beide beschließen, alle diese Sachen mitzunehmen und später zu untersuchen. Halb erwartet zumindest Ampua, dass sich alles beim bevorstehenden Überschreiten der Grenzen des Pilzwaldes in Luft auflöst, ebenso wie zuvor die Sporen.

Doch Rashkar und Ampua haben wenig Muße, die Gegenstände auch nur zu betrachten, als sie Sienimaa verlassen. Denn Ampuas scharfe Ohren hören noch in der Nebelwand knisternde Geräusche eines nicht allzu vorsichtigen Verfolgers. Erst als sie den Nebel verlassen haben und Ampua die Kiste wegen des nun wieder geringeren Mananiveaus der Umgebung absetzt, bekommen sie auch den Verfolger zu Gesicht. Es ist einer der Bombardschnüffler?, den Ampua schon hat explodieren sehen. Sie bemüht sich zwar, die Attacke der beiden Rauchparder zu unterbinden, weil sie die ihr bekannte Explosionsgefahr des Wesens fürchtet. Doch ihre Konzentration hat wegen der langen Stunden des Kisten-Schwebens sichtlich gelitten und ihre Zauber schlagen fehl. Zwar ist Tam Tam in Sicherheit, doch Rashkar wird bei einem Sprung von der gallertartigen Masse des Pilzwesens getroffen. Obwohl bereits von der fremden Umgebung geschwächt - die Säurewirkung setzt auf Rashkars Rauchparderfell sofort ein und lässt ihn vor Schmerz aufheulen. Mit Mühe kann Ampua eine Rindenrüstung zwischen ihn und die Gallertmasse zwängen, die schlimmeren Schaden verhindert. Trotz unmittelbaren Abwaschens mit Wasser erleidet Rashkar einen schweren Schock, wird ohnmächtig und lässt sich trotz aller Heilversuche nicht wieder zu Bewusstsein bringen. Also beschließt die völlig verausgabte Ampua, dass eine lange Ruhepause wohl das Beste wäre. Sie wickelt sich und Rashkar in den gefundenen Umhang ein und schläft unter Bewachung durch Tam Tam bis in den Morgen.

Weil Ampua auch nach diesem langen Schlaf immer noch zu erschöpft ist, um die Truhe mit Magie über längere Strecken zu bewegen, schleppen Rashkar, Tam Tam und sie die Ausrüstung auf dem Rücken - zumindest so lange, bis sie der Mauern Rengaslinna ansichtig werden und auf sich aufmerksam machen können.

Die Geschichte, die der halbwegs wiederhergestellte Rashkar der gesamten Burgbevölkerung - ja, auch Halvar und Mirenna sind zu Ampuas Überraschung anwesend - leidenschaftlich erzählt, stößt teils auf Staunen, teils auf Unglauben. Dennoch überwiegt die Freude, uns wohlauf wiederzusehen.

Lediglich eines trübt die Freude: Wamu besteht darauf, dass Rashkar und Ampua einen Trank schlucken müssen, der die letzten Auswirkungen und Einflüsse von Sienimaa entfernt. Ampua schaut misstrauisch, während Rashkar sofort trinkt - und vor Ekel und Abscheu spuckt und speit. Das überzeugt Ampua endgültig davon, dass SIE dieses Zeug nicht anrühren wird. Ihre Abwehr jedoch führt dazu, dass Wamu umso mehr davon besessen ist, sie sei vom Pilzwald beeinflusst. Seine Versuche, ihr sein Gebräu mit Gewalt einzuflößen, verhindert Ampua zunächst. Dann erklärt sie sich um des lieben Friedens willen bereit, gemeinsam mit Wamu einen auf ihren Körper angepassten, neuen Trank zu brauen. Doch als sie sieht, welche giftigen Substanzen dieser zusammenmischt, wehrt sie sich vehement. Auch die zweite Tonphiole geht zu Bruch und Wamu wirft Ampua schlussendlich, sichtlich erbost über ihr mangelndes Vertrauen in seine alchemistische Kunst, aus dem Labor.

Session 049 (29.01.18 / 1.8.648) - Unter Freunden [+2]

SL

Am 1. ErntemondVIII erhalten die Sucher, obwohl sie gefühlt nur wenige Tage im Nebelland Sienimaa verbracht haben, von Kommandant Halver Brúns ihren Sold für den ganzen BlühmondV und BrachmondVI und HeumondVIIsamt einer kleinen Gefahrenzulage, also abzüglich ihrer Kosten für Nahrung, Unterkunft, kleineren Einkäufen und Ausrüstungsinstandhaltung ganze 2.000 kupferne Shadiik - leider nicht in klingender Münze, sondern in Form eines K∞F-Zahlscheins, der dem Inhaber von Seiten der Magiergilde die Auszahlung des Betrages garantiert (vgl. Session 30). Mit zweifelnden Blicken stecken Ampua und Rashkar ihre Zahlscheine ein: Es wird schwer sein, damit etwas zu kaufen, denn welcher Händler wird wohl auf den Gegenwert von 20 Gold-Aruun herausgeben können?

Erst Ampua und dann Wamu widmen sich daher der magischen Analyse der verwandelten Gegenstände, die die Gruppe aus dem Manasturm herausgefischt hat:

  • Der Xuktcha-Schild scheint ein bronzebezogener Rundschild aus verleimten Lederschichten zu sein, der wie ein schreiendes, bärtiges Gesicht gestaltet ist, das von Runen umgeben ist. Offenbar verteidigt er den Träger etwas besser als gewöhnliche Schilde, ist aber an sich kein außergewöhnlicher Gegenstand - jeder Anfänger der Verzauberungskunst könnte einen Schild in dieser Art verzaubern (Medium Shild, Heavy, DB 2+1* (DR 4 / HP 20 / Cover DR 9), 14lbs, 60$ + 290$ Decorated, Antique + 100$ *Deflect-15 = 450$).
  • Der Dreschflegel ist ein ganz normales, hölzernes Bauernwerkzeug (Flail, sw+4 cr, R 1, 2*, Parry 0U, 100$, 8lbs minST 13† [enemies are at −4 to parry, −2 to block]).
  • Das gläserne Einhandschwert ist ebenfalls unmagisch und vermutlich sehr zerbrechlich (Broadsword, sw+1 cut / thr+1 imp, R 1, Parry 0, 500$ + 2000$ Decorated = 2500$, 3lbs, minST 10 [Brittle: Breaks on any hit or parry on 1–3 on 1d6, on a 1, wielder also suffers thr cut to his hand]). Wamu meint, er könnte es vermutlich in 100 Arbeitstagen so verzaubern, dass es unzerbrechlich wird (Shatterproof), was den Wert sicherlich weit über die Verzauberungskosten von 3300$ hinaus steigern würde, mit einem Zirkel von Helfern würde es aber deutlich schneller gehen.
  • Der blaue Saphir ist ebenfalls unmagisch (Saphir, 2 Karat, 600$)
  • Die bunte Wollsocke ist ebenfalls magisch. Leider fehlt die zweite, denn das Paar würde +2 auf Tanzen geben. (0$)
  • Die stählernen Beinschienen sind normale Beinschienen in Cetosi-Größe, die die Knie und Unterschenkel schützen (Medium Plate, SM+1, DR6, 2.750$, 22lbs)

@toffer * Hier fehlt noch der schwarze Umhang mit der Silberschließe und den Schattenfähigkeiten

Danach besucht Ampua die Ologapuisa von Vihrea Vesi, um mit ihnen über die geänderte Haltung der Königin von Suojakansi zu sprechen und ihnen zu sagen, dass sie dort nun willkommen wären. Als Alternative spricht sie von einer Region namens Skylwald?, die ihr geeignet erscheint, weil dort auf Gildenkarten keine Dörfer verzeichnet sind, oder vom Dorf Jokivalli?, in dem drei wohlhabende Ologapuisa-Händlerinnen leben, mit denen Vihrea Vesi auch schon Handel getrieben hat. Die Älteste Johta ist vorsichtig bis skeptisch, verspricht Ampua aber, dass die Sippe darüber beraten würde, ob und wohin sie fortziehen wollen würde. Johta weist aber auch darauf hin, dass sie sich noch an den Lehenspakt mit den Herren von Rengaslinna gebunden fühle und sie nicht einfach so mit ihrer Sippe flüchten könne.

Daraufhin reist Ampua Richtung Süden zum Holzfäller weiter, um zu erkunden, ob dort vielleicht ein gut zu verbergender Lebensraum für die Ologapuisa sein könnte. Sie kehrt spät und etwas enttäuscht nach Rengaslinna zurück - dort ist nicht genug Platz, um ein Taipuisa-Dorf zu verstecken.

Rashkar kümmert sich derweil um Tam Tams Gesundheit und Wohlbefinden und geht dann an mehreren Tagen das Verhalten der Feuerkormorane studieren. Zwischendrin trainiert er mit Haan und Halver, um die von Varrag erlernten Arrodo-Sprungangriffe zu üben. Außerdem beschwatzt er Wamu, unter seiner Magierrobe heimlich die Cetosi-Beinschienen zu tragen, damit er kräftigere Beinmuskeln entwickelt und sich nicht so wehtut, wenn er mal wieder mit dem Schienbein über etwas stolpert.

Halver schickt Mirenna und Varrag am 4. Erntemond mit der Kiste zurück zur Gilde, “damit die zwei mal hier rauskommen und etwas Zivilisation genießen können”. Die übrigen Sucher und auch Wamu haben nichts dagegen, die Verantwortung für die Kiste endlich loszuwerden. Da Halver und Haan Regaslinna auch alleine bewachen können, erhalten Ampua und Rashkar die offizielle Erlaubnis, in den folgenden Tagen auch eigene Projekte zu verfolgen oder sich auszuruhen.

Session 050 (05.02.18 / 5.8.648) - Ein neues Dach über dem Kopf [+2]

SL

In den nächsten Tagen - bis zum 8. ErntemondVIII - verbringt Rashkar erfolglos damit, mehr über den Mondkarpfen zu erfahren, nachdem ihm Nebelpfote in nächtlichen Meditationen geholfen hat, erste zarte Spuren seiner Gedächtnislücken wiederzuentdecken.

Ampua hingegen zieht mit der Erlaubnis von Halver (“Bring Reisschnaps mit”) über den Hagerwald (Holzbäume) und den Lundwald (Bambus und Schilf) Richtung Skylwald (Riesengräser), um den angeblich verlassenen Canyonzipfel als mögliche neue Heimat für die Ologapuisa zu untersuchen. An der Nordwand der Einbuchtung findet sie merkwürdige Hinweise: Ein eingebrannter Kreis mit einigen Glassplittern und einen zerborstenen Rollstuhl, sowie eine nur leicht verbogene Silbergabel.

Bei ihrer Rückkehr erzählt ihr der Fährmann bei Suokyla?, dass dort oben, weit überhalb des Skylwalds, ein von der Zollfestung aus erreichbares Felsensims in der Canyonnordwand sei, wo die K∞F-Einrichtung Sonnenscheinheim für emeritierte Magier - ein abgelegenes Altersheim für senile Zauberwirker - liege. Ampua ärgert sich fast schwarz - der ganze Canyonzipfel war unbewohnt und für eine Siedlung ideal geeignet, aber direkt darüber lauert schon wieder die Gilde!

Wie es das Schicksal so will, erwartet sie bei ihrer Heimkehr nach Rengaslinna die nächste Überraschung: Ein Bote brachte die Nachricht, dass es im Sonnenscheinheim in den letzten Jahren Auffälligkeiten in den Jahresabrechnungen gab und einige Sucher dort für den Konvent die Bücher prüfen sollen. Stolz erklärt Wamu, dass er sich mit Rechnungswesen auskennt und sie nicht erst einen Buchprüfer anfordern müssen…

Session 051 (12.02.18 / 6.8.648) - Steife Stöcke und weiße Röcke [+3]

Ampua

Am Sonnenscheinheim für emeritierte Magier angekommen entpuppt sich dieses als großer Herrschaftssitz mit drei Stockwerken, der auf dem Felsplateau in etwa 300 Metern Höhe errichtet wurde. Hinter dem Eingangstor zum Plateau eröffnet sich eine gepflegte Rasenfläche mit zahllosen in Reih und Glied gepflanzten Blumenrabatten, ein immer noch ungewohnter Anblick für Ampua, die die natürliche Unordnung der Wildnis vorzieht.

Leiter der Einrichtung ist Magus Korhonen, ein offenbar sehr auf Konventionen bedachter, großer und schlanker Oljipuni, der zunächst glaubt, “Magus” Wamu wolle einen Platz für einen Verwandten buchen. Die Ankündigung der Buchprüfung überrascht ihn, auch ist er leicht pikiert, jedoch nicht so sehr, dass man dahinter ein schlechtes Gewissen vermuten könnte. Dennoch: Als Ampua und Rashkar in seinem Arbeitszimmer mehr zufällig über ein verborgenes Fach (mit privaten Dokumenten Korhonens) und einen geheimen Durchgang im Kamin stoßen, scheint er insbesondere in Bezug auf Letzteren nicht die ganze Wahrheit zu sagen. Rashkar und Ampua wechseln mehr als einen wissenden Blick.

Die eigentliche Buchführung obliegt Korhonens Stellvertreterin Edna Kankunen, die verspricht, die notwendigen Unterlagen am nächsten Tag bereitzustellen. Ampua ist begeistert ob der wunderschönen Illusion einer Blumenwiese, die vom Fenster ihres Büros zu sehen ist und die nahe Felswand verbirgt.

Zwar drängt Rashkar Wamu, sogleich mit der Prüfung zu beginnen, weil sonst ja wichtige Beweisstücke “verschwinden” könnten, doch am Ende siegen Bequemlichkeit und Unsicherheit (auf seiten Wamus) und wir werden in drei unterschiedliche Zimmer geführt. Dass gemeine Sucher mit einem Magus eine Zimmerflucht teilen könnten, kommt für die reichlich konservative und gänzlich in weiß gekleidete Dienerschaft des Heims offensichtlich nicht in Frage. Die beiden wildniserfahrenen Sucher jedenfalls biegen die Regeln wie üblich ein wenig zurecht und scheren sich nicht um die befremdeten bis konsternierten Blicke, die ihnen von Bewohnern wie Bediensteten mehr oder weniger verstohlen hinterhergeworfen werden — sofern sie diese denn überhaupt bemerken. Was Ampua jedoch auffällt, ist die Verkleidung der Wände im zweiten Stock, wo Wamu sein Zimmer zugewiesen wird. Diese ist nicht wie im Erdgeschoss und im ersten Stock aus dem in den Pylae wertvollen Holz, sondern sieht irgendwie nur aufgemalt aus.

Session 052 (02.03.18 / 9.8.648) - Beringt wie die Vögel [+2]

SL

Beim Abendessen in der großen Hall des Anwesens unterhalten die frisch eingetroffenen Sucher sich zum ersten Mal mit den “Bewohnern” des Sonnenscheinheims und unterhalten sich am “Vegetatier-Tisch” unter anderem mit der Ologapuisa-HohezaubererinVI und Geigenspielerin Peela Pumalla und dem etwas in seiner Vergangenheit als Damm-Architekt lebenden Cetosi-ZaubererV Dag Jantunen über die mal mehr, mal weniger verwirrten Gäste dieses edlen Hauses.

Dabei kommt unter anderem zu Tage, dass die alten Bewohner als “Clubmitglieder” goldene Ringe tragen “dürfen”, die sie nicht abnehmen können und offenbar am Zaubern hindern. Das Pflegepersonal hingegen darf “nur” silberne Ringe tragen, deren Zweck vorerst unklar bleibt, die aber mit Sicherheit nicht weniger magisch sein dürften. Als Beispiele für ganz unterschiedliche Mentalitäten nennt Peela den Suchern den von Kopf bis Schwanzspitze kahlen Arrodo Yngvor Rauta, der es trotz seiner Herkunft aus einem wilden Belluino-Stamm im K∞F bis zum ZaubererV brachte, heute aber hier - noch recht wachen Geistes - untergebracht ist, weil sich ohne externe Kontrolle in seiner Umgebung verheerende Gewitterstürme bilden. Zauberer Rauta ist typisch für eine ganze Reihe von Zauberwirkern hier im Sonnenscheinheim, die sich während ihrer Karriere entweder spektakuläre Zauberpatzer geleistet haben oder weit über die Grenzen sicheren Magiegebrauchs hinausgingen, als es die Situation ihrer Meinung nach erforderte. Der Oljipuni Thorleif Soro wiederum ist auf eigenen Wunsch hier, weil der unheilbar erblindete HohezaubererVI keine Familie hatte, die ihn hätte pflegen können und er das Leben und die Bediensteten hier angenehm findet. Und dann gibt es noch die ganz klassischen Alterspflegefälle wie den betrüblichen Fall des Werlaner-ZauberersV Lanne Harri, der so gut wie nicht mehr ansprechbar ist und dessen Knochen mittlerweile brüchig wie sind wie Glas, die aber zur Gefahr für sich und andere werden können, wenn sie aus ihrer Apathie in eine Erinnerung aus ihrer Vergangenheit erwachen und innerhalb dieser erinnerten Situation versuchen, Zauber zu wirken.

Nach dem Ende des lehrreichen Abendessens - Rashkar hält immer weniger davon, diese bemitleidenswerten Alten einzusperren, anstatt sie in der Wildnis sich selbst zu überlassen oder gnadenvoll zu töten - zieht Ampua sich in die Gebüsche nahe der Stallungen zurück, um sich dort ein Nest zu formen, da ihr die Kammer unter dem Dach ganz und gar nicht zusagt. Rashkar streift derweil über das gesamte Plateau und trommelt für eventuell anwesende Geister, es will sich ihm allerdings hier niemand zeigen - vielleicht kein Wunder, wenn man bedenkt, dass dies ein totes Felsplateau war, bevor die Gilde darauf einen Garten anlegte, und dass auch hier verzauberte Stelen stehen, die Wildtiere (insbesondere Vögel und Flugechsen) abhalten sollen.

Dem vorherigen Wunsch der Sucher entsprechend stellt die Heimleitung noch in der selben Nacht die Bücher zur Prüfung bereit und Wamu macht sich an eine erste Sichtung derselben. Rashkar muss allerdings erst noch Wamu dazu bringen, Direktor Korhonens spitzelnden Butler, Herrn Sutela, aus dem Raum zu verweisen. Wamu findet zuerst ein paar schlampig getarnte Hinweise darauf, dass die Haushälterin, Frau Rautiainen, vor etwa 5 Jahren einige Goldstücke ohne Gegenbelege aus den Kassen entnommen hat.

Als Rashkar schließlich bei den übrigen Cicuro ins Bett kriechen will, muss er erfahren, dass diese “verrohten Arrodo” das überhaupt nicht schätzen. Traurig nächtigt er alleine.

Session 053 (14.03.18 / 10.8.648) - Der Schatten im Kamin [+4]

SL

Am nächsten Morgen schlendern die beiden Sucher Ampua und Rashkar über das Plateau, bevor sie sich beim Frühstück im Kellergeschoss mit dem Gesinde treffen, anstatt es mit den “Bewohnern” im großen Saal einzunehmen. Als sie schließlich die Treppe hinaufsteigen, um sich mit Wamu im 1. Stock zu treffen, zischt eine Stimme: “Der Schatten!” Da beide nicht herausfinden, woher der Klang gekommen sein könnte außer aus der Wand in der Mitte der Treppe, wirkt Ampua einen Zauber, um den Kopf durch die Wand stecken zu können - sie zieht ihn aber schnell wieder heraus, als ihr heißer Rauch entgegenschlägt, denn es handelte sich um einen der Kamine des Hauses. Die Sache vorerst ad acta legend, treffen sich die beiden schließlich mit ihrem Magier-GesellenIII Wamu.

Folgender Plan wird entwickelt: 1) Die Bücher prüft weiterhin Wamu. 2) Die Sucher erkundigen sich nach der Haushälterin. 3) Der antimagische Raum im “Feuer”-Trakt soll untersucht werden. 4) Die allgemeine Patientengesundheit soll überprüft werden. 5) Die Sache mit dem “Schatten” soll weiterverfolgt werden. 6) Der Belluino-Zauberer Yngvor hatte Rashkar ein “Sei achtsam, Gefahr”-Handzeichen gegeben, dass nur Wildniskundige verstehen würden. Rashkar soll herausfinden, was der alte Zauberkundige meinte. 7) Neben Direktor Korhonen und Vizedirektorin Kankunen haben die drei SucherIII-Pfleger Aatu (Oljipuni), Watikki (Cicuro) und Nandor (Cetosi) Zugriff zur Apotheke - gibt es da Unregelmäßigkeiten?

Im “Wasser”-Trakt im ersten Stock sprechen die beiden ermittelnden JungsucherII Ampua und Rashkar dann aber zunächst mit dem Werlaner Lanne Harri, der tatsächlich in seiner ganz eigenen Welt lebt. Die in den Büchern verzeichneten Reparaturen in seinem Zimmer und in dem von Katikka Kitabo wurden jedoch in guter Qualität ausgeführt - allerdings hätten in Frau Kitabos Zimmer wegen der Pyromanie der Feuermagierin entsprechende Schutzrunen sein sollen, diese fehlten allerdings.

Im Ostflügel des zweiten Stocks, in der Wohngruppe “Feuer”, unterhalten die Sucher sich kurz mit der querschnittsgelähmten MagierinVII Mila Eevolo, einer freundlichen alten Dame, die mit ihrem Pfleger Schach spielt. Während sich Rashkar in dem antimagischen Zimmer 3 umsieht und dort in einem Schrank versteckt ein Stoffetui mit einer Spritze und einer ominösen Ampulle findet (er zweigt natürlich umgehend etwas von der Substanz ab, weil sie für ihn “stechend alchemistisch” riecht), prüft Ampua in Begleitung von Pfleger Aatu das Zimmer 1 von HohezaubererVI Fingal Tamminen, einem Beherrschungs- und Illusionsmagier, der seiner eigenen Phantasiewelt nicht mehr entkommt. Die dortigen Schutzmaßnahmen gegen Beeinflussungsmagie und Illusionen, die im dominierenden Gemälde und im Bett des alten Zauberwirkers verborgen sind, funktionieren Ampuas Einschätzung nach jedoch tadellos.

Session 054 (26.03.18 / 10.8.648) - Alles unter Kontrolle [+5]

SL

Rashkar und Ampua erählen sich gegenseitig von ihren Funden in Zimmer 1 und 3 der “Feuer”-Wohngruppe, finden jedoch auch heraus, dass in den Büchern verzeichnete Sicherungsmaßnahmen und Umbauten in den Zimmern 2, 4 und 5 nicht oder nur teilweise umgesetzt wurden. Insgesamt geht es um eine Summe von 300–400 Goldstücken pro Raum. Die beiden sind sich einig, dass Wamu den Direktor darauf ansprechen muss, wieso diese Umbauten nicht erfolgt sind, weil das sicherlich nicht ihre Aufgabe sein sollte.

Als sie bei Wamu eintreffen, berichtet der Cetosi ihnen aufgeregt, dass auch er Neuigkeiten habe: Offenbar haben mehrere inzwischen verstorbene Gildenmagier teure magietheoretische Bücher in das Sonnenscheinheim liefern lassen, weil sie neben den im Haus öffentlich zugänglichen Bibliotheken auch Privatbibliotheken auf ihren Zimmern führten. Ein Beispiel ist Herr Mattinen, der alleine etwa 30 seltene Folianten im Wert von je 20–50 Goldstücken bestellt hatte. Für diese fehlen aber Belege, was mit den Büchern letztendlich geschah, ob sie im Keller mit seinen übrigen Habseligkeiten eingelagert wurden oder ob Verwandte kamen und sie abholten - vielleicht gab es diese Bücher auch nie. Wamu glaubt, dass hier Gelder von den privaten Gildenkonten der Bewohner abgezweigt wurden, insbesondere solcher, deren Geist nicht mehr klar genug war, um ihre eigenen Konten im Blick zu behalten.

Ampua interessiert sich während dieses Gesprächs allerdings auch dafür, was im Arbeitsbüro von Wamu denn magisch oder gar verzaubert sei - und tatsächlich findet sie in einer Blumenvase auch eine Blume, die mit einer Variante des Sound-Zaubers Wizard Ear verzaubert ist: Jemand hört Wamu und die ermittelnden Sucher ab! Schnurstracks verfolgt Ampua die magische Spur zurück in das Zimmer der Haushälterin, Malin Rautiainen, dass sie ohne zu fragen betritt, indem sie das Holz der Tür durchschreitet. Konfrontiert mit der Blume bekommt Malin noch die Worte: “Das wollte ich nicht!” heraus, bevor sich ihr Blick auf merkwürdige Weise trübt. Ampua reagiert schnell - und offensichtlich zu hastig, denn ihr Zauber schlägt spektakulär fehl und entzieht dem gesamten Zimmer jegliche Essenzmagie. Daraufhin bricht Malin bewusstlos zusammen wie ein Puppe, deren Fäden durchtrennt wurden.

Schließlich können auch Wamu, Rashkar und Direktor Korhonen die Tür öffnen - der Direktor hatte sich zuerst auf einen Öffnungszauber verlassen, der wegen der magiefreien Zone erwartungsgemäß fehlschlug, daher musste er erst einen physischen Schlüssel beschaffen. Noch während alle versuchen, sich die Sache zu erklären, erwacht Malin aus ihrer Bewusstlosigkeit und versucht, aus dem Fenster zu springen, um sich das Leben zu nehmen. Rashkar reagiert schnell genug, um sie wieder ins Zimmer zu ziehen, aber die Haushälterin hat trotzdem mit den Armen die Fensterscheibe durchschlagen und blutet recht stark. Die Ermittler sind sich einig, dass Malin kontrolliert gewesen sein muss, dass der versuchte Suizid ein vorher implantierter Befehl gewesen sein muss - sonst wäre er durch die Null-Mana-Zone auch außer Kraft gesetzt worden - und dass ihr Beherrscher nicht erfahren darf, dass sie überlebt hat.

Die stellvertretende Direktorin legt Malin daraufhin in eine todesähnliche Stasis und die Helden lassen sie durch das Fenster auf den Steinboden hinter dem Gebäude herab, bevor sie einen Aufruhr veranstalten, sodass es Zeugen für Malins “Tod” gibt. Malin wird dann so schnell wie möglich in den Keller verlegt und unter Beschluss dort “aufgebahrt”, mit dem Hinweis, dass ihr Tod näher untersucht werden müsse und die Leiche ein Beweisstück sei.

Als Malin jedoch im Keller liegt, steigt Nebel aus dem Boden auf und eine geisterhafte Gestalt versucht, Malin anzugreifen. Rashkar kann sie dank seiner Macht über Geister vertreiben, doch es ist am Ende Wamu, der Malin mit einem dauerhaften Pentagram-Zauber vor weiterem übernatürlichem Zugriff schützt. Dabei übernimmt er sich allerdings und wird in den folgenden 16 Nächten von Alpträumen geplagt werden.

Rashkar untersucht schließlich Malins Körper noch und entfernt die noch in den Armen und im Körper steckenden Glassplitter der Fensterscheibe. Dabei fällt ihm eine Merkwürdigkeit im Bereich der linken untersten Rippe auf und öffnet Haut und Fleisch, um sich das näher anzusehen. Er findet in Malin einen Runenstein, der mit Runen in der typischen Schreibweise der Tungusén (Flussvolk) bedeckt ist. Der Stein wird entfernt und die Wunden genäht - heilen werden sie erst, wenn irgendwann die Stasis aufgehoben wird…

Session 055 (03.04.18 / 10.8.648) - Die haben Leichen im Keller [+4]

SL

Um die Mittagszeit des 10. Erntemonds 648 RS sind die Helden immer noch in Aufruhr, dass sich offenbar tatsächlich ein Beherrschungsmagier im Altenheim festgesetzt hat. Sie beschließen, dass Wamu oben mit seiner Buchprüfung fortfahren soll und Ampua herausfinden sollte, was mit den verschollenen Zauberbüchern passiert ist. Rashkar wird zunächst bei Malin im Keller Wache halten, falls der fürchterliche Geist noch einmal versucht, sich ihr zu nähern.

Ampua spricht in der Bibliothek mit Elfa Pakkala und Reetu Naval über den möglichen Ort seltener Folianten, findet aber nichts zielführendes heraus. In der Zwischenzeit versucht ein Matti mit der Behauptung, Wamu schicke ihn mit etwas zu essen, in den verschlossenen Kellerraum von Rashkar und Malin zu gelangen. Er wird leider durch einen Ruf gestört und als er weg ist und Ampua zurückkehrt, sichert Rashkar die “Leichenhalle” mit einem Wachzauber (Watchdog) und die verschlossene Tür zusätzlich mit einem in den Rahmen geklebten Haar.

Ampua und Rashkar sehen sich darauf hin im Keller um, weil es sie ärgert, dass sie immer noch keinen vollständigen Überblick über das Gebäude haben. In einem der Lagerkeller entdecken sie neben allerlei Kisten mit den eingelagerten Habseligkeiten verstorbener Bewohner, es sind etwa 50 davon.

Auf ihnen stehen gravierte Hinweise wie “Juni Alipotasu / MagaVII K∞F / Cetosi / †8. Brachmond 645 / Bücher, Ölgemälde” und dergleichen. Hinterlassenschaften verstorbener Magi, wie uns die hinzugeholte Edna Kankunen erläutert. Grund unserer Untersuchung der Kisten sind merkwürdige Bestellungen zahlreicher Laborgerätschaften, die Wamu entdeckt hatte und aus denen man ein zweites Alchemielabor hätte zusammenbauen können. Sehr seltsam, denn es existiert im Krankenrevier ja bereits eines. Eine der Kisten - die von Juni - öffnet Rashkar im Beisein Ednas und zweier Diener, sie können aber nichts Außergewöhnliches am Inhalt feststellen.

Ampua schlendert derweil weiter durch diesen Teil des Kellers und blickt sich um. In einem Erker ist ein großer Haufen Kartoffeln aufgeschüttet. Nichts weiter Besonderes, wenn ihr nicht auffiele, dass der Kartoffelberg ungewöhnlich geordnet erscheint, als hätte jemand jede einzelne Kartoffel sorgfältig platziert. Eine kurze Nachfrage bei der Dienerschaft offenbart: Vor 2 Monaten wurden zuletzt Kartoffeln geliefert und vor 2 Tagen die letzten aus dem Keller zur Küche transportiert. Die Dienerschaft hat der Ordnung keine große Beachtung geschenkt - immerhin arbeiten sie für Leute, für die das Ungewöhnliche normal ist - und andere Personen kommen in der Regel nicht hierher.

Ampua - neugierig geworden - klettert daraufhin bis ganz nach oben auf den Kartoffelhaufen und steckt ihren Kopf durch die Wand. Sie findet dahinter Anzeichen für eine Tür und auch einen kleinen Raum, in dem es jedoch stockfinster ist, weshalb sie nichts weiter erkennen kann. Bevor sie noch weiter mit den Armen in den Raum hineintaten kann, packt etwas sie am Fuß und zerrt sie von dem Kartoffelhaufen herunter. Der Angreifer entpuppt sich als ein Sucher, der die Taipuisa mit glasigen Augen attackiert. Ampua hat einige Mühe, sich zu wehren, kann den Imisen aber dann doch in einen Haltegriffe zwingen und nach Rashkar rufen.

Bei eingehender Untersuchung durch Edna entpuppt sich der Kartoffelberg als echt, allerdings wurde er mit einer eigenwilligen Variante des Levitationszaubers Apportation bewegt, woraus die absonderliche Ordnung entstand. Ob die Ordnung dabei absichtlich geschah, typisch für diese Zauberausführung ist oder zufällig entstand, ist nicht nachzuvollziehen, aber es zeigt sich, dass die gerine Lebensenergie der “schlafenden” Kartoffelpflanzen ausreichte, um die darunterliegende tragende Illusion und die dahinterliegende Tür vor Analysezaubern zu schützen.

In dem Moment, in dem die oberste Schicht aus echten Kartoffeln abgetragen ist und die darunterliegende, anfassbare Illusion von der hinzugezogenen Stellv. Direktorin Edna Kankunen zerstört wird, erheben sich allerdings aus dem Erdboden des Kellers fünf Skelette, deren spärliche Kleidungsreste darauf hindeuten, dass sie einst reiche Magier waren. Die Lebenden gehen in ein Rückzugsgefecht und schicken einen der Diener hinauf zu Wamu, um diesen zur Unterstützung zu holen. Als Wamu eintrifft, zeigt sich jedoch, dass auch er kontrolliert wird und unversehens einen Steinregen auf uns wirkt. Edna kann ihn jedoch nach kurzem Überlegen mit einem Schlafzauber außer Gefecht setzen, während Rashkar und Ampua die übrigen Skelette zerhacken. Aufgrund ihrer Essenz-Überlastung bei der Verteidigung gegen die Untoten leidet Edna Kankunen in den folgenden Tagen allerdings an akuter Vergesslichkeit.

Nach all der Aufregung zieht sich Edna Kankunen mit Wamu, dem kontrollierten, schlafenden Sucher und weiteren Suchern in den zweiten Stock zurück, wo sie die beiden Kontrollierten im Antimagiezimmer einsperren will, bis die Kontrolle vollends gebrochen werden kann. Alle sind reichlich entsetzt, dass offenbar ehemalige Bewohner hier im Keller verscharrt wurden, anstatt im Tal auf einem ordentlichen Friedhof beigesetzt worden zu sein.

Session 056 (09.04.18 / 10.8.648) - Ein Feuer im Kartoffelkeller [+4]

SL

Nach dem Kampf sprechen Rashkar und Ampua zunächst mit Wamu. Es ist jedoch wenig mehr aus ihm herauszubringen, als dass er ihnen zu Hilfe eilen wollte und kurz vor seinem Zauber eine befehlende männliche Stimme hinter sich hörte, die ihn zu dem Steinregen zwang. Alle drei beschließen daraufhin, nun doch Magus Korhonen in die Geschehnisse einzuweihen. Da Ampua darauf besteht, Wamu sicherheitshalber mit einem eingelegten Pfeil zu bedrohen, kommt es im Büro des Heimleiters zu einer fast dramatischen Szene, als dessen Sucher die Taipuisa ihrerseits bedrohen. Ein Sucher, der einen Magus bedroht, wo gibt es denn sowas, wütet Korhonen, der gegenüber Ampua seit deren Eindringen in das Zimmer der Haushälterin Malin ohnehin eine gewisse Animosität empfindet. Zu dieser Zeit wollte er sie magisch bestrafen, Ampua widerstand und Wamu schlug Korhonen zunächst und verhaftete ihn dann wegen des Angriffs auf einen Untersuchungsbeamten.

Sei es wie es sei, mit Edna Bestätigung glaubt Korhonen die ganze Geschichte. Als Amupa ihm die geschnitzte Rippe zeigt, die Raskhar in Malin fand, bestätigt er, dass es derzeit nur einen Tungusen im Heim gibt: Djerku, den magisch begabten Butler Espen Flemings.

Diese beiden sind also das nächste Ziel der Untersuchung. Die Gefährten entscheiden sich auf Drängen Wamus jedoch dafür, zunächst den Raum hinter der magischen Barriere im Keller unter die Lupe zu nehmen. Auf dem eG. Dorthin kommt ihnen auf der Treppe einer der vier Sucher entgegen, die als Wache im Keller zurückgelassen wurden. Rashkar feiner Nase entgeht dessen Geruch nach Öl und Rauch nicht und kurze Zeit später hallen Schreie aus dem Keller: „Feuer, Feuer“. Während Ampua in den Keller eilt und das in dem geheimen Raum ausgebrochene Feuer zunächst einschließt um es zu ersticken, erschüttert dort eine Explosion das ganze Gebäude. Nur mit Mühe können die übrigen drei Sucher bewusstlos aus dem Rauch geborgen werden.

Derweil folgen Rashkar und Tam Tam? dem beeinflussten Sucher. Dieser soll, das ergab eine kurze Befragung, seinen Herrn nun unbeschadet aus dem Haus bringen. Doch oben in deren Zimmern angeklagt, findet Rashkar nur noch zwei nutzlose Kontrollringe vor. Djerku und Fleming sind verschwunden. Nur Tam Taams? Geruchssinn ist es zu verdanken, dass die beiden dennoch die Fährte aufnehmen können. Offensichtlich wollen die beiden Übeltäter zum Stall und von dort auf Reitvögeln flüchten.

Aber wie so oft liegt der Fehler im Detail. Beide haben nicht daran gedacht, dass sie trotz aller magischen Kräfte inzwischen Männer jenseits der 70 sind und entsprechend langsam auf den Beinen - verglichen mit dem jugendlichen Rashkar und gar einem Rauchparder. Zwei beeinfllusste Sucher stellen sich ihnen noch in den Weg, doch letztendlich kann die aus dem Keller heraufkommende Ampua einen der beiden Beewusstlos schießen, Tam Tam? rempelt den anderen so an, dass er sich mehrfach überschlägt und ebenfalls liegenbleibt.

Dann kann langsam, langsam wieder Ruhe in den Bienenstock einkehren, in den sich das beschauliche Sonnenschein-Heim während der letzten Tage verwandelt hatte. Noch zwei Kontrollierte werden gefangen genommen, es gibt wegen des Rauchs und wegen herabfallender Gegenstände - oder umfallender Patienten - eine Reihe von Verletzten, aber im Großen und Ganzen sind insbesondere Rashkar und Ampua sehr zufrieden ob des Ergebnisses „Ihrer“ Untersuchung. Der Anteil Wamus daran hält sich natürlich wie üblich in Grenzen - immerhin ist er ja nur ein Magus und kein mit fast allen Wildniswassern gewaschener Sucher. Wenngleich das mit dem in Wasser gewaschen auf Rashkar wohl nur in begrenztem Umfang zutrifft.

Ampua jedoch ist magisch derart erschöpft, dass sie mehrerer Tage Ruhe bedarf, um wieder in Einklang mit der Natur zu kommen und sie beschließt, sich für ein Ritual kundig zu machen, mit dem sie künftig so etwas nicht mehr erleben muss.

Session 057 (16.04.18 / 10.8.648) - Hausdurchsuchung [+4]

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Nachdem das Feuer im Keller gelöscht und der Rauch abgezogen ist, öffnen die Sucher die Kammer des Schreck-, pardon, das geheime Labor wieder und die Heimleitung bemüht den ehemaligen Damm-Architekten Dag Jantunen (ein Cetosi-Magier) zur Begutachtung der Statik. Das Feuer hat jedoch offenbar zu kurz gewütet, als dass die tragenden Elemente unter der Haupthalle wesentlich beschädigt worden wären.

Derweil begibt sich Ampua in die “Apotheke” des Altersheims, um einen Satz Wahrheitstränke für die anstehenden Verhöre zu brauen, nachdem sie sich vergewissert hat, dass das Verbot von Beherrschungsmagie und -mitteln für offizielle Ermittlungen des Konvents aufgehoben ist.

Rashkar durchsucht zur selben Zeit in Anwesenheit der Co-Rektorin Edna Kankunen im Null-Mana-Raum die durch Drogen schlafen gelegten Verdächtigen, die Herren Fleming und Djerku (Beute: 5 GS, 1 runenverzierter Knochen, 1 Spritze, 3 Phiolen, 1 Zauberbeutel bei Fleming und 3 GS, 1 Dietrich, 1 Dolch, 10 Pillen bei Djerku). Außerdem findet der geübte Heiler in Flemings Bein eine Reihe von Einstichen.

Danach ist die Durchsuchung der Wohnräume der beiden dran. In Flemings Räumen findet sich eine kleine Privatbibliothek mit handschriftlich annotierten Werken zu den Zauberschulen der Heilung, Metamagie und Verzauberung sowie der Wissensmagie, von denen Rashkar einige mitnimmt, um sie Wamu zur Prüfung vorzulegen. Die Wohnräume der beiden werden nach Durchsuchung erst einmal versiegelt.

Bei der Durchsuchung entwischt ihnen knapp der Pfleger Annes, der offenbar versucht hatte, Beweise in Flemings Räumen zu vernichten. Nach einer kurzen Jagd wird er mit schweren, offenbar von einem Rauchparder verursachten Krallen-Verletzungen in die Krankenstation eingeliefert und dort nach der Versorgung fixiert. Rashkar findet bei ihm eine kleine, etwa 3–5 Jahre alte Narbe und vermutet, dass auch dem Pfleger ein Knochenartefakt eingesetzt wurde, um ihn dauerhaft und unauffällig kontrollieren zu können. Aus Zeitgründen entfernt er es aber nicht sofort. (Beute: Magischer Dietrich, Pfleger-Schlüsselbund, leere Phiole, mag. Pflegerring, mag. Suchernadel, 8 SS.)

Rashkar sieht am Abend noch einmal bei Fleming und Djerku vorbei, um die Betäubungsmitteldosis zu erneuern und findet, dass Fleming beunruhigend blass und ausgelaugt aussieht. Er stimmt sich mit kundigen Heilerhänden auf dessen Aura ein und spürt, dass sie “merkwürdig” ist. Die Analyse durch Ampua ergibt, dass die Aura des alten Magiers über die Hautgrenze hinaus stark erweitert und merkwürdig durchlässig ist, was offenbar mit den Alchemika zu tun hat, die er sich gespritzt hat. Wieso jemand etwas so lebensgefährliches tun sollte, bleibt allen Beteiligten schleierhaft, aber klar ist: Wenn Fleming im Null-Mana-Raum verbleibt, wird seine löchrige Aura nach und nach alle Essenz verlieren und er stirbt. Fleming wird also in ein anderes, gegen Zauberei gesichertes Zimmer verbracht und zusätzlich zur Narkose gut gefesselt.

Wamu und Direktor Korhonen berichten Abends von ihrer Untersuchung der Bücher aus den Zimmern und der Schriftenreste aus dem Labor, sowie der Knochen der vernichteten Untoten. Offenbar wurden Magier, die den Büchern nach von Pflegern ins Tal zur Bestattung gebracht wurden, gar nicht weggebracht, sondern im Keller verscharrt und zu Untoten gemacht. Der Arrodo-Magus Reetu Naval erhält - weil alle jüngeren Magier inzwischen stark ausgelaugt sind - die Sondererlaubnis, seinen Antimagiering abzunehmen, um die gefundenen Knochenartefakte zu untersuchen. Er berichtet, dass Flemings Amulett offenbar zur Kommunikation und zur Übermittlung von Befehlen diente, während die in den Körper eingesetzten Knochenartefakte der totalen Kontrolle dienten. Die Todesstrafe ist also beiden Angeklagten nun dank der Beweislage so gut wie sicher.

Session 058 (18.04.18 / 10.8.648) - Ein schrecklicher Tag endet [+2]

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Die Toten im Keller werden anhand von Volk, Geschlecht, Knochen und Zähnen identifiziert als Sevra Kulieni (Oljipuni-HohezaubererinVI), Knut Wardingen (Werlaner-ZaubererV), Lanela Felminen (Va’aleani-MagierinVII), Benrik Maltinen (Oljipuni-HohezaubererVI) und Rhun Moster (Werlaner-ZaubererV). Tote, die zwar auf die beiden Mörder zurückzuführen sind, deren Leichen aber tatsächlich von ihren Familien abgeholt wurden, sind Juni Olipotasu (Cetosi-MagierinVI), Fenn Sharrak (Cicuro-HohezaubererVI) und - was Ampua besonders beruhigt - ihre Volksschwester Ei nuy mitään verta (“Kann kein Blut sehen”, Ologapuisa-HeilmagierinVII, gestorben mit 184).

Trost findet sie im Gespräch mit dem Gärtner, dem mit 61 Jahren sehr jungen Ologapuisa Tekee Kivilattiat Hedel-Mällinen (“Macht Steinböden fruchtbar”). Dabei kommt das Gespräch auch auf die Voraussetzungen, sich mehr mit der Magie zu verbinden und sich besser in den Einklang mit der allumfassenden Essenz zu bringen. Es stellt sich heraus, dass der Gärtner Ampua beibringen kann, wie man von Essenz durchdrungene Erde und die Essenz des Wassers erschafft (er kann: Seek Earth > Shape Earth > Create Earth > Earth to Stone & Stone to Earth > Essential Earth und Seek Water > Purify Water > Shape Water > Create Water > Water Jet > Dry Spring > Create Spring > Essential Water) wirkt, zwei Stoffe, die für die Aufstiegsriten sehr wertvoll wären, sowie einige nützliche Pflanzenzauber (Fast Plant Growth, Gather Moss, Green Telurgy, Improved Firewood, Join Plants, Plant to Object, Resilient Vegetation, Reverse Plant Growth, See Plant Health, Wooden Arm, Harvest, Invoke Fence und Toxic Plant).

Session 059 (05.05.18 / 11.8.648) - Lose Fäden [+3]

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Noch in der Nacht des 10.8.648 wird letztmalig von den beiden Direktoren, Wamu und den Suchern das Kellerlabor untersucht, wiederum unter Unterstützung durch den kahlen Arrodo-Magier Reetu Naval. Als die Gruppe das Labor betritt, zieht kalter Bodennebel auf und auf dem halb zerstörten Stuhl in der Mitte des Labors erscheint geisterhaft eine gefesselte Gestalt, die sich angstvoll windet. Eine zweite, undeutlichere Gestalt ragt plötzlich über ihr auf - Rashkar will an ihr Flemings Hut erkennen - und wirft dank einer nicht in der Vision erhaltenen Lichtquelle einen übergroßen und dank der Hutform monströsen Schatten an die Decke, woraufhin die gefesselte Gestalt aufschreit: “Der Schatten!” Danach verblasst alles.

Edna Kankunen fällt dazu beschämt ein, dass mehrere Patienten schon einmal während der Therapie etwas von einem “Schatten” erzählten, aber sie es als Unsinn abgetan hatte.

Todmüde fallen danach alle in ihre Betten.

Am Morgen des 11. Erntemondes - einem Sonntag - frühstücken die Sucher gemeinsam mit dem alten Wettermagus Yngvor Rauta, bevor Ampua sich mit dem Gärtner Tekee Kivilattiat Hedel-Mällinen (“Macht Steinböden fruchtbar”) und dem Stallburschen Ajaa Auring-on-laskun Aikaan (“Reitet in den Sonnenuntergang”) trifft, um sie über die gute Lebensweise der Hallapuisa zu unterrichten. Derweil spielt Rashkar endlich einmal wieder mit Tam Tam, der sich schon etwas vernachlässigt fühlte auf diesem langweiligen Felsplateau.

Mittags treffen sich die Ermittler dann wieder. Rashkar möchte in die Krankenstation, um Annes zu befragen, der inzwischen wieder bei Bewusstsein sein sollte. Auch Malin soll endlich befragt werden, weil sie zwischenzeitlich andeutete, dass sie den spukenden “Schatten”-Geist öfter mal in der Nähe der Treppenhäuser, aber auch beim Sportraum (direkt über dem Geheimlabor) sah. Die Helden wollen auch herausfinden, was Fleming und Djerku eigentlich mit ihren Opfern gemacht haben, außer ihnen offenbar Lebensessenz zu entziehen.

Im Gespräch mit kundigen Fachleuten wird deutlich, dass die alchemistisch “aufgeschwemmte” Aura von Fleming ihn befähigt, mit selbstentwickelten “Heilzaubern” (aka Nekromantie) die Lebensenergie von anderen auf sich zu übertragen und gesünder und körperlich jünger zu werden. Dabei setzen sich aber offenbar Fragmente der fremden Auren in seiner Aura fest, was dazu führen könnte, dass Fleming die Erinnerungen fremder Menschen durchlebt oder davon träumt. Außerdem - ein unbeabsichtigter Nebeneffekt? - macht ihn die Aufweichung seiner Auragrenze anfällig für fremde Zauber, insbesondere für Beherrschungsmagie. Spielt Djerku also eine düsterere Rolle als bisher angenommen?

Die Schnitzkunst der Runenartefakte stimmt jedenfalls mit Beinschnitzereien in Djerkus Zimmer und mit Malins Abhör-Lockenwickler überein, wo sich auch ein verzaubertes Schnitzmesser fand (Beute: Carving Knife (Very Fine, Decorated +1 Reaction) thr-1(2) cut R:C No Parry? 300$ 0.1 lbs, Enchantments: Shatterproof-20 (+3200$), Penetrating Weapon(DR/2)−20 (+2000$), Graceful Crafter(+4 on Artist(Woodworking)) (+6400$)).

Djerku leitete seit seiner Ankunft vor 5 Jahren im Heim wohl eine Séancen-Gruppe, in der sich ausgewählte Magier trafen, um über Magietheorie zu diskutieren, sich aus der Hand lesen oder die Karten legen zu lassen, mit den Geistern der Toten zu sprechen (offenbar reines Flussvolk-Schauspiel) … und sich im geeigneten Moment von Djerku und Fleming in den Keller locken zu lassen, um verzaubert, geschröpft und schließlich “für die Wissenschaft” geopfert zu werden. Das jüngste Opfer war wohl Dag Jantunen, der sich aber an nichts ungewöhnliches erinnern will, auch wenn es ihm in letzter Zeit etwas schlechter ging.

Session 060 (14.05.18 / 11.8.648) - Das hochnotpeinliche Verhör [+6]

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Am Nachmittag des 11. Erntemondes widmen sich die Ermittler endlich dem Verhör der inzwischen wieder erwachten Gefangenen. Magus Fleming wird zuerst befragt, nachdem die Sucher Wamu als den offiziellen Leiter der Untersuchung eingehend instruiert haben, was er fragen soll. Leider ist Wamu so nervös, dass er die Liste der Fragen einfach von oben nach unten durchgeht, ohne auf die Sinnhaftigkeit der Folge zu achten:

Wo in Annes’ Körper ist das kontrollierende Knochenartefakt?
In seinem linken Finger. (Direktor Korhonen und Rashkar werden es Abends entfernen):
Welche verbotene Magie haben Fleming und Djerku gelernt?
Fleming Nekromantie, Djerku Beherrschungsmagie.:
Wen haben sie alles kontrolliert und benutzt?
Die aktuell “geschröpften” sind die in der NSC-Liste mit drei Sternchen markierten, die Kontrollierten sind die mit 2 Sternchen, denen mit 1 Sternchen wurde mindestens einmal das Gedächtnis gelöscht.:
Wo und von wem haben sie diese Magie gelernt?
Djerkus Tungusén-Kontakte haben ihnen verbotene Bücher verschafft, die mit dem Labor verbrannten, aber sie haben viel selber experimentiert, was der Grund für die “ungewollten” Todesfälle war. Laut Fleming wäre er dem Geheimnis noch auf die Spur gekommen, nur so viel zu nehmen, wie jeder “Spender” vertragen kann.:
Was machten sie mit der Essenz der Opfer?
Sie erhielten Fleming am Leben, damit dieser weiter forschen konnte. Djerku wollte den Prozess erst perfektioniert sehen, bevor er ihn an sich ausprobiert hätte - immerhin muss man derzeit dafür seine Aura irreparabel schädigen.:
Was machten sie im Labor mit den Opfern?
Sie experientierten an der Erweiterung gängiger Heilzauber, um Lebenskraft von einem Wesen auf ein anderes zu übertragen. Das gewonnene Wissen floss an die Tungusén von Djerkus Clan zurück, denn sein Plan war es, dass nach der Perfektionierung die Ältesten als Wissensträger in der weitgehend schriftlosen Kultur der Tungusén durch junge Freiwillige möglichst lange am Leben erhalten werden sollten, um dem Monopol des Konvents auf magisches Wissen ein Schnippchen zu schlagen.:
Wer ist der Geist?
Der Geist ist der von Benrik Maltinen, dessen Leiche als Untoter wiedererhoben wurde.:
Wo sind die Bücher und das veruntreute Geld jetzt?
Das Geld floss fast vollständig in die Forschung, teil aber auch zu den Tungusén. Die Bücher sind im Labor verbrannt.:
Haben sie noch weitere Verbündete?
Neben den nun enttarnten Helfern vor Ort und den Tungusén von Djerkus Clan nicht, es sei denn, man zählt die angeheuerte Abenteurergruppe dazu, die vor dem Einzug von Fleming und Djerku hier einbrach, um den beiden goldene Antimagieringe als Vorlage für ihre Fälschungen zu stehlen.:
Wusste noch jemand aus der Gilde davon?
Nein, bzw. wenn jemand etwas wegen der Recherchen ahnte, dann sagte er nichts.:
Was ist mit den Untoten?
Der Zauber zum Erheben von Zombies war ein Nebenprodukt der nekromantischen Essenzforschung, das zum Schutz des Laboreingangs und aus Neugier, ob es funktioniert, angewandt wurde - und weil die Toten sich dann selber ihr Grab im Keller schaufeln konnten.:
Wer ist er?
Fleming und Djerku antworten jeweils am Ende des Verhörs etwas verwundert mit ihren Namen.:
Wieso hat Djerku Fleming kontrolliert?
Als Fleming merkte, in welche Richtung ihn die Forschungsinteressen seines Dieners und vermeintlichen Freundes führten, gab es Streit. Djerku hatte damals unbemerkt von Fleming die Beherrschungsmagie erlernt und sorgte dafür, dass der brilliante Forscher, dem er so lange gedient hatte, nun ihm und seinen Zielen dienen sollte.:
Würde jeder den anderen als Freund bezeichnen?
Früher einmal dachte Fleming, Djerku sei sein Freund. Djerku tut dies - nach geschickten Suggestivfragen von Rashkar - lachend ab, denn seine Tungusén-Familie sei von Oljipuni-Clansleuten ausgelöscht und er versklavt worden. Auch als er dank seiner Magiebegabung frei kam und in der Gilde anfing zu arbeiten, blieb er immer der ausgegrenzte Tungusén und obwohl Fleming gutmeinend war, behandelte auch er ihn von oben herab. Djerku sagt, er habe diesen selbsternannten Tungusén-Freund immer verachtet.:
Wer ist der Herr, dem sie dienen?
Es gibt keinen, Djerku dient sich selbst und den vermeintlichen Interessen seines Clans, Fleming in letzter Zeit nur noch Djerku.:

Es ist insbesondere Rashkar zu verdanken, dass der Tungusén zum Reden bewegt werden konnte, denn er nutzte die Ausstoßung der Arrodo, um die Schale des ausgestoßenen Tungusén zu knacken. Rashkar erfährt auch, dass Djerku regelmäßig seinem Clan Depeschen mit Zwischenberichten schrieb. Direktor Korhonen merkt an, dass damit der ganze Clan mit Schuld an den Magieverbrechen der beiden ist und die Gilde vermutlich alle drei Schiffe des Clans versenken und den Clan ausrotten wird, um ein Exempel zu statuieren.

Nach vorsichtigem Drängen darf Rashkar alleine mit Djerku im Raum verbleiben und ihm die Zukunft weissagen. Djerku wählt nicht seine, sondern die Zukunft seines Clans. Rashkar liest aus dem Vogelflug, dass der Clan der Verfolgung in weit entfernte Länder entkommen wird, dass Djerkus Plan jedoch nie angewandt wird und dass sein Name nach wenigen Generationen vergessen sein wird, anstatt dass er zum ewig glorifizierten Retter der Tungusén aufsteigt. Djerku ist erleichtert - immerhin wird seine Ambition nicht Schuld am Tod des Clans sein.

Fleming hingegen akzeptiert sein Schicksal und scheint in gewissem Sinn froh zu sein, dass all das, was er teils freiwillig und teils unter Zwang tat, nun ein Ende hat.

Am Abend des 11.08.648 RS befragt Rashkar seine Tier- und Ortsgeister, was mit den Geistern der Toten hier ist. Diese geben ihm zu verstehen, dass die Geister von Mitgliedern der sprechenden Völker allein Sache des Gottes Okun sind und sie sich da nicht einmischen werden.

Zum Schluss des Tages der Ausblick: Direktor Korhonen und Co-Direktorin Kankunen werden an andere Stellen strafversetzt. Innerhalb von zwei Wochen sollen zwei neue Heimleiter mit Suchern das Sonnenscheinheim erreichen, die Sucher werden dann Djerku von hier nach Kirkasvesi bringen, wo er weiter befragt und hingerichtet wird. Fleming hingegen wird direkt der Okun-Priesterschaft übergeben und von dieser für Nekromantie hingerichtet. Die Okun-Priester sollten bereits in 2 Tagen aus Jokikaupunki eintreffen, ruhelose Geister beruhigen und dann Fleming mitnehmen. Außerdem beglückwünscht der Konvent des endlosen Flusses das Ermittlerteam und weist ihren Kommandanten in Rengaslinna an, sie zu vollwertigen SuchernIII zu befördern (bei Wamu als Magier funktioniert das so leider nicht mit den Beförderungen).

Session 061 (16.04.18 / 12–26.8.648) - Ruhet in Frieden [+3]

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Da Wamu noch seine Buchprüfung abschließen muss, werden die Sucher wohl noch 1–2 Wochen hier bleiben und haben im Wesentlichen Freizeit.

Ampua spricht mit Wamu und Peela Pumalla (“Spielt mit Pumas”), einer Ologapuisa-Expertin für Bewegungs-, Technik-, Meta- und Portalmagie, über die Riten zur Stärkung der eigenen Magie. Sie gibt Ampua auch den Hinweis, dass in der Bibliothek (leicht veraltete) Manakarten vorhanden sind, die Leylinien und magische Orte in den Eluvien verzeichnen. Wenn Ampua solch ein Ritual abhalten will, soll sie dort nach einem geeigneten Ort der Macht suchen. Tatsächlich findet Ampua im Tal unterhalb des Sonnenscheinheims - wo sie die Ologapuisa aus dem Fischerdorf ansiedeln wollte - einen solchen Ort verzeichnet. Der Arrodo-Magus Yngwor Rauta rät Rashkar, sich zu dem Cetosi-Schamanen Ondu zu begeben, der im oder am Smarajoki-See wohnen soll. Möglicherweise könnte dieser Rashkars Angst vor Wasser ein wenig lindern. Alternativ gäbe es wohl auf einer Wüsten-Hochebene oberhalb von Ampiaina einen Arrodo-Schamanen namens Reketi.

Am 12. Erntemond treffen die zwei angekündigten Okun-Priester ein, zwei kränklich aussehende und teils verstümmelte Burschen in Lumpen, die dem Gott des Verfalls alle Ehre machen. Diese führen in Abgeschiedenheit ihre Riten durch und erklären dann, dass sämtliche ruhelosen Geister nun auf dem Weg zu Okun seien. Sie übernachten und brechen am Morgen des 13. Erntemonds mit einem schicksalsergebenen Fleming ins Tal auf.

Eine Gruppe von alten Magiern möchte sich bei den Suchern für die Rettung bedanken. Sie geben ihnen daher Aufzeichnungen von Forschungen und Expeditionen mit, die sie selbst in ihrer aktiven Zeit nicht mehr beenden konnten. Vielleicht können die jungen Sucher ja etwas damit anfangen:

  • Der Cetosi Dag Jantunen hat Aufzeichnungen über den Verbleib eines magischen Schmuckstücks namens Regentropfen.
  • Der Cicuro Reetu Naval hat einige Informationen zum Krallenamulett aufgeschrieben, mit dem unbewaffnete Kämpfer angeblich jedem Bewaffneten überlegen wären.
  • Der Belluino Yngwor Rauta hatte einmal eine Nussrassel von seinem Opa oder Onkel oder so, die er zusammen mit einigen anderen Habseligkeiten in einer Höhle in auf dem Hochplateau von Jokitanssa versteckt hat, als er die Gesellschaft der Belluino verließ und Gildenmagier wurde. Er glaubt, sie könnte nützlich für Rashkar sein, denn seine Vorfahren haben sich ja auch mit dem “alten Aberglauben” an die Geister beschäftigt und sein Onkel - oder Opa? - hielt immer große Stücke auf das Ding.
  • Die Taipuisa Peela Pumalla wollte früher einmal den Schlangenblattstab in ihren Besitz bringen, von dem es heißt, er habe sich in alle möglichen anderen Dinge verwandeln können, unter anderem in das namengebene Schlangenblatt.
  • Die Va’aleani-Eheleute Miiko und Elfa Pakkala suchten Zeit ihres Lebens nach Hinweisen auf Prinzessin Adralides Seidenschals, mit denen die utchewanische Schönheit angeblich den Elementen befehligen konnte.

Ampua nutzt die folgende Woche, um von den anwesenden Ologapuisa, insbesondere aber von “Macht Steinböden fruchtbar”, Zauber zu erlernen und sich auf ihren Ritus des Aufstiegs vorzubereiten - sie möchte den Weg der offenen Hände (Ritus des stillen Flusses) versuchen.

Ampua, Rashkar und Tam Tam ziehen also am 28. Erntemond hinab ins Tal, auf einen kleinen “Wildnis-Urlaub”. Ihnen fällt auf, dass die bis zu 12 Meter hohen Riesengräser in diesem Seitencanyon offenbar den Boden “seifig” machen, es wachsen hier nur wenige verschiedene Arten von Gräsern und alkali-resistenten Flechten im erstaunlich trockenen Seitencanyon. Größere Tiere halten offenbar wenig von der trockenen, seifigen Umwelt, aber kleinere Echsen- und Vogelarten, die in den Gräsern nisten, gibt es dafür reichlich.

Nach einigen Stunden des Umherwanderns erreichen sie die Klippe unterhalb des Sonnenscheinheims, wo Rashkar heruntergefallenen Krempel findet - darunter auch einen runenverzierten, aber etwas verbeulten Silberbecher (Beute: Silberbecher, 0.5lbs, 100$, Zauber: Ice Dagger-18, 2d-2 imp ½D 30 Max 60 Acc 3, wenn man den Inhalt jemandem entgegenschüttet (+1600$), −2 auf Innate Attack(Missile Spells) bzw. DX, solange der Becher verbeult ist).

Etwa zwei Stunden später erreichen sie die Gegend, in der der Ort der Macht verzeichnet ist. Sie finden ihn in einer etwa 10m durchmessenden Senke zwischen grasbewachsenen Hügeln - die Senke ist bis auf ein ungewöhnlich hoch gewachsenes Gras mit silbernen Samenrispen nackter, besonders seifiger Erdboden. Es stellt sich heraus, dass das Gras magisch belebt ist und gerne Besucher “einlädt”, bei ihm zu verweilen, wenn möglich auf ewig, damit es sie in mehr Seife umwandeln kann. Ampua unterhält sich danke ihres Pflanzensprache-Zaubers mit dem Grasbusch und lässt sich auch den letzten Besucher - einen Magier samt vergleichsweise gut erhaltenem Zauberbuch - im inneren des Grasbuschs zeigen. Der selbsternannte “König der Gräser” hat allerdings damit zu kämpfen, dass er “zu gut für seine Untertanen” sei - oder anders gesagt: Seine Samen sind wirklich aus Silber (ca. 300$/Stück) und daher unfruchtbar, das intelligente (aber schrullige und etwas mörderische) Gras kann sich zum Glück nicht weiter verbreiten. Als der König der Gräser versucht, Ampua mit Spritzern seines “verseifenden” Zaubertaus einzufangen, nehmen die Sucher lieber Abstand von diesem Wesen.

Rashkar, dem das Gerede mit Gras zu doof wird, versenkt sich in Meditation, um sein Totem Nebelpfote um Rat zu fragen, dieser ist jedoch anderweitig beschäftigt und benötigt sogar “für einen Tag und eine Nacht” Rashkars Stärke, die dieser ihm gerne ausleiht. Er erwacht stark geschwächt (3 HP) aus der Meditation und muss von Ampua zu einer nahegelegenen Höhle gebracht werden, um dort zu ruhen. Laut Tam Tam ist sie zum Glück unbewohnt, also ziehen die Helden für die Nacht dort ein.

Session 062 (18.06.18 / 29.8.648) - Wildfremde Leute [+2]

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Die Höhle am Ende des Canyons

Am folgenden Morgen erwacht Rashkar gestärkt aus seinem Schlaf und die Gefährten brechen auf, um den 1,5 km entfernten Zipfel des Canyons zu erkunden, weil sie mit dem König der Gräser erst einmal nichts anzufangen wissen und Ampuas Zauber dort eine Wasserquelle gemeldet hat, die für eine eventuelle Taipuisa-Siedlung wichtig wäre. Immerhin könnten die vielen Silbersamen des Zaubergrases dazu beitragen, die Ologapuisa des Fischerdorfs aus der Obhut von Rengaslinna freizukaufen.

Als sie in die Nähe des Zipfels kommen, riechen sie plötzlich Rauch und gehen in Deckung. Tatsächlich ist das letzte Stückchen des Canyons wiederum eine Senke, und es scheinen sich dort zwei Imisén eingenistet zu haben. Nach vorsichtigen Erkundungen - Rashkar traut sich in Gestalt eines kleinen Vogels in die Höhle, deren Eingang offenbar in der Senke liegt, finden die Sucher heraus, dass es sich um zwei Va’aleani handelt, die offenbar schon länger hier lagern und die anscheinend damit beschäftigt sind, aus den hiesigen Alkali-Gräsern eine größere Menge tödlichen Giftes zu kochen…

Nachdem die Helden sich zur Beratung ein Stück zurückgezogen haben, fangen sie im letzten Augenblick eine Brieftaube ab, die aus der Höhle hervorflattert. Die Nachricht ist jedoch leider in Zeichen geschrieben, die sie nicht entziffern können!

Session 063 (25.06.18 / 29.08.648) - Gift und Rache [+3]

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Aufgeschreckt durch die Brieftaube beschließen die beiden Sucher, die Höhle nun doch zu stürmen (Karte im vorherigen Log-Eintrag). Allerdings nicht ohne ausführliche Beratung. Rashkar geht schließlich voran, denn er hat die Höhle schon als Piepmatz gesehen. Ampua folgt ihm, den Schluss sichert Tam Tam.

Session 064 (02.07.18 / 29.08.−1.9.648) - Gift und Rache, Teil 2 [+4]

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Es kommt zu einem kurzen Kampf mit sehr eindeutigem Ergebnis. Bemerkenswert war, dass einer der beiden Schurken offenbar zaubermächtig war – er hat im engen Gang einen Donnerknall erschallen lassen, der die Helden beinahe aus dem Konzept gebracht hätte. Ampuas Einfluss ist es zu verdanken, dass beide geheilt, gefangen und verhört werden.

Ihre Ruf-Namen scheinen Wereg und Lazlo zu sein.Offenbar sind sie Abenteurer, die von einem Handelshaus aus Ajun’Pur namens Vajani angeheuert wurden, um Rache an einem betrügerischen Va’aleani-Clan aus Torvaga) zu üben, indem sie Giftmorde verüben und diese den Va’aleani anhängen. Diese indirekte Art von Rache sei in Ajun’Pur durchaus üblich, im Gegensatz zu den Clanslanden, wo Rache direkt und mit dem Schwert geübt wird. Nachdem beide einen Blutschwur auf Okun leisten mussten, dass sie die Eluvien verlassen, nie wieder dorthin zurückkehren und in ihrem Leben nie wieder mit Gift hantieren, lassen die Sucher sie mit ein wenig Geld gehen.

Die Beute: Neben zwei fackelhellen Leuchtsteinen ohne Gildenmarkierung und einem Dolch mit einer für die Clansleute ungewöhnlichen Krümmung und schnörkeligen Verzierungen (vielleicht aus Ajun’Pur?) finden die Helden eine offenbar selbstgezeichnete Karte des Seengebiets von Jokitanssa mit Markierungen, die - so die Vermutung - die Bewegungen von Handelskarawanen und Flussverkehr anzeigen. Dazu eine kleine Summe (138$) in Ajun’Pur-Münzen, sowie ein magisches Amulett mit Falke-und-Säbel-Emblem (1x/Tag “Hawk Vision” und “Far-Hearing”). Und natürlich 3x 10L-Amphoren Blauschleiergras-Gift (d.h. 30.000 Portionen - z.B. genug, um 3 Brunnen zu vergiften). Bis auf das Gift geben die Helden alle Gegenstände zurück, damit die Abenteurer nicht gleich wieder jemanden überfallen müssen, nur um zu überleben.

Bevor sie gehen, versiegelt Ampua die Höhle mit der Macht der Erde. Im Bericht wird nachher stehen, die Karten, Geheimnachrichten und Giftamphoren seien in einer Kate weiter südlich im Hauptcanyon gefunden worden, die zwei Giftmischer seien aber entkommen.

Session 065 (10.09.18 / 01.09.648) - Das Angebot an Vihrea Vesi [+2]

SL


Karte von Jokitanssa mit neuen Details, Stand 17.09.2018

Die Helden beraten am Rande des gräsernen Skylwaldes, was sie nun tun sollen - bis sie Wamu im Sonnenscheinheim abholen müssen, dauert es noch ein paar Tage. Ampua möchte schließlich doch noch einmal zurück zum Großen Magischen Silberseifengras (dem selbsternannten “König der Gräser”), um der magischen Energie dort noch einmal nachzuspüren und zu ergründen, ob sie für ihre Ritualzwecke taugt. Tatsächlich kann sie die Leylinie (der Klasse II) in ausreichendem Abstand zum mörderischen König des Grases noch in 4 Meter Tiefe in der Erde spüren, bevor sie zu tief hinabreicht. Sie scheint in Richtung des Großen Sees von Jokitanssa zu führen. Ob sie dort - mitten auf dem See - wohl die große Luftlinie kreuzt, die von den Hallapuisa im Pilzwald umgeleitet wird?

Fürs erste zufrieden mit ihrem Ergebnis zieht Ampua mit Rashkar und Tam Tam Richtung Vihrea Vesi los. Es dauert nur kurz, bis Rashkar zu ungeduldig wird und vorschlägt, den Weg zu fliegen, das sei schneller. Kurzerhand verwandelt er mit Hilfe der Geister Ampua in ein Rotkehlchen und sich selbst in einen Feuerkormoran, schnappt sich ihre Siebensachen und beide fliegen von dannen. Leider bekam Tam Tam die Verwandlung nicht mit und jagte sie die ersten Meter, bevor er sie irgendwann in den Lüften verlor und bitterlich nach Rashkar zu heulen anfing.

Etwas entnervt legen die Helden darum eine Pause auf einer kleinen Lichtung im bambusbewachsenen Lundwald ein - wo Ampua fast die Beute eines vogelhungrigen Geckos wird.

Schließlich erreichen sie Abends das Dorf Vihrea Vesi und nehmen dort die Gastfreundschaft der Taipuisa in Anspruch. Ampua berichtet ihnen davon, dass sie eine Möglichkeit sieht, wie sie ihre Freiheit erlangen und wieder in grüneren, taipuisa-freundlicheren Gefilden leben könnten. Nach anfänglichen Missverständnissen sind sie offen für die Idee und zwei der Dörfler – der Lebenswächter Harpoksi edessea (Geht mit langen Schritten voraus) und der auf Ampua zunächst recht gierig wirkende Händler Tuo Kaloja Nelkeysille (Bringt Fisch zu den Hungrigen) – werden mit Ampua kommen, um sich die neue Heimat anzusehen und dem Dorf zu berichten, ob sich das Wagnis wohl lohnt.

Vor Ort diskutieren die Taipuisa, wie man aus dem verseiften Grund des Skylwaldes wohl einen lebenswerten Flecken Erde machen könnte. In der Diskussion ist sowohl die Umwandlung und Reinigung der Erde, um dort Obst und Wohnbäume anzubauen, als auch der Seifenabbau - die ließe sich bestimmt verkaufen, wenn man sie entsprechend parfümiert!

Am nächsten Morgen (2.9.648RS) brechen also die drei Taipuisa gemeinsam auf, während Rashkar mit Tam Tam nach Osten zieht, um noch einmal die Feuerkormorane zu studieren. Außerdem will er am Ufer des Großen Sees noch einmal nach diesem ominösen Cetosi-Schamenen namens Ondu suchen. Die Fischer, die er fragt, wollen jedoch nichts von so einem Mann wissen - Rashkar ist sich sicher, sie verbergen etwas vor ihm!

Am 5.9.648RS stößt Rashkar schließlich wieder zu Ampua und den beiden anderen Taipuisa.

Session 066 (17.09.18 / 06.09.648) - Krallen, Gazongas und andere verwirrende Dinge [+2]

Ampua

Die beiden Ologapuisa aus Virea Vesi begutachten das Areal in dem Canyonarm ausgiebig. Ampua zeigt und berichtet ihnen jede Einzelheit, an die sie sich erinnert - von den beiden Höhlen bis hin zu dem König des Silbergrases. Insbesondere Harpoksi edessea ist davon angetan, dass sich an diesem Ort Magie so viel leichter wirken lässt. Tuo Kaloja Nelkeysille betrachtet das Ganze nüchterner und realistischer, doch auch er scheint nicht abgeneigt. Mit solchen Nachrichten kehren die beiden Ologapuisa schließlich nach zwei Tagen in ihr Dorf zurück, während Ampua und Rashkar sich wieder bei Wamu im Sonnenscheinheim einfinden, um von dort den Rückweg nach Rengaslinna anzutreten.

Der Cetosi lässt sich bei einem Buch die Sonne auf den Bauch scheinen, als beiden Sucher eintreffen. Zusammen beschließen die drei, tags darauf zur Burg zurückzukehren. Bis dahin trainiert Rashkar mit dem älteren der beiden Sikuro-Magier. Dabei erfährt Rashkar Einzelheiten über das berühmte Krallenamulett, das in der einzigen Stadt der Arrodo zu erringen sein soll. Ein Labyrinth und zahlreiche Gegner müsse dazu überwunden werden, doch Rashkar beeindruckt das wenig. Der junge Arrodo ist sofort Feuer und Flamme.

Ampua hingegen nutzt Gelegenheit, Wamu über das Wesen einer Bibliothek auszufragen, weil sie nach Informationen über den Vertrag zwischen dem alten Werlanerfürsten mit der Ältesten von Virea Vesi sucht. Außerdem beschließt sie, das Wachstum der Büsche hinter dem Pavillon noch ein wenig mehr anzuregen, was jedoch nicht ganz den gewünschten Erfolg hat. Anstelle der Wurzeln verzaubert sie ihren eigenen Fuß, der daraufhin zu fünffacher Größe anschwillt. Nur mit Mühe gelingt es ihr, Ruhe zu bewahren. Mit Hilfe von Tekee Kivilattiat Hedel-Mällinen sowie letztendlich des neuen Heimdirektors Rauttinen kommt der Fuß wieder in Ordnung.

Das seltsame Erscheinungsbild Rauttinens — der Cicuro ist unglaublich dick, nicht nur für einen Arrodo und zudem mit allerlei Schmuck behangen — verwirrt Ampua so sehr, dass sie ganz vergisst, sich zu bedanken. Als sie das nachholen will, erfährt sie sehr zu ihrer Überraschung, dass ihr Erscheinungsbild irgendetwas bei männlichen Imisen bewirkt. Es muss vor allem etwas mit ihren “Gazongas, Möpsen, …” zu tun haben, das dritte Wort, das Rauttinen verwendet, vergisst sie in ihrer ersten Überraschung. Den Beweis tritt sie jedoch beim Abendessen an, als sie mit gefülltem Teller vor den Augen des neuen stellvertretenden (Imisen-)Direktors hin- und herschreitet und dessen entgleisende Augen nur mittels eines gewissen Maßes an Schmerz - ausgelöst von einer spitzen Gabel in der Hand des Direktors - wieder in die Wirklichkeit zurückgeholt werden kann. Ampua selbst schwankt ob dieses Erlebnisses zwischen belustigtem Übermut, Neugier und Irritation.

Wieder zurück in Rengaslinna wartet eine lange Zeit überaus drögen Wachdienstes auf die beiden Sucher. Mirenna und Han sind noch nicht zurück von ihrem Auftrag, die Truhe Pettymetons wieder nach Kirkasvesi zu bringen. Die viele Freizeit zwischen den Wachdiensten nutzen Rashkar und Tam Tam für eine ausführliche Erkundung der Burg und ihrer Geheimnisse. Tatsächlich entdecken sie einige Geheimgänge, die allerdings nicht halb so geheim sind, wie geglaubt. Ein wirkliches Geheimnis stellt jedoch die Tür hinter dem Thron des alten Werlanerfürsten dar. Sie ist magisch gesichert, das gilt auch für die Wände des Raums dahinter. Nur das Schlüsselwort oder mächtige Gegenzauber könnten hier weiterhelfen. Auch Rashkars Mentor “Nebelpote” rät ihm nur, Kontakt zu dem Geist der Steinschildkröte aufzunehmen, dieser könnte mehr wissen, vielleicht sogar das Schlüsselwort aus der Vergangenheit.

Halver Bruns jedoch muss sich zunächst einem anderen Problem widmen. Nach Monaten der Beratung - es ist inzwischen Winter geworden - sind die Ologapuisa von Virea Vesi zu einer Entscheidung gelangt und die Älteste Führt Verlorene zu den Wolken bittet Halver Bruns um ein Gespräch. Bei dem anberaumten förmlichen Bankett platzt dann die Bombe: Die Ologapuisa wollen fortziehen und es soll über die Modalitäten verhandelt werden. Immerhin haben die Ologapuisa bereits mehrere Generationen lang Dienst geleistet, viel länger als es solche Verträge unter Menschen überhaupt vorsehen. Der völlig schockierte Bruns verspricht, an den obersten Sucher Tor Arellio in Kirkasvesi zu schreiben, um mehr über einen solchen einzigartigen Vorgang zu erfahren.

Ampua hat zudem inzwischen erfahren, dass das betreffende Gebiet in dem Canyon den Fürsten von Jokikaupunkki gehört und seit dem letzten Versuch vor 60 Jahren nicht mehr besiedelt wurde. Darüber hinaus hat die Taipuisa in Rengaslinna den alten Vertrag entdeckt - Wamus Unterricht in Bibliothekswesen sei Dank - und ihn für die Älteste von Virea Vesi abgeschrieben.

Session 067 (24.09.18 / 09.09.−12.11.648) - Ein neuer Auftrag [+0]

SL

Eine längere Zeit auf Rengaslinna vergeht weitgehend ereignislos und es wird Winter, was hier oben sogar Schnee bedeutet - weiter unten in Jokitanssa fällt weiterhin nur kalter Regen. Halver Brúns treibt seine Sucher zu regelmäßigem Training an: Die SCs erhalten den Vorteil Fit [5] und dürfen ihren primären Waffenskill um +1 [4] steigern.

Rashkar besucht in dieser Zeit auch regelmäßig den Cetosi-Schamanen Ondu? am Joki-See im Tal, um mehr über die Geister zu erfahren. Für die Kontaktaufnahme lässt sie sich von Ampua Symbolfische schnitzen, die Ondu als Erkennungszeichen nutzt - ebenso wie er es mit jenen Bauernhöfen der Region hält, deren Bewohnern noch dem alten Glauben anhängen.

Ampua hingegen begleitet die Ologapuisa von Vihrea Vesi beim Umzug in die Freiheit: Mit dem Jalo Iso’vanheni (Fürsten) von Jokikaupunki wird vereinbart, dass die Taipuisa dem Fürsten angemessene Steuern schulden und das Westufer des Smarajoki von Räubern und Gesindel freihalten müssen, dafür dürfen sie dort ungestört und in Eigenverwaltung leben. Die Gilde fordert in einem Brief von Hauptsucher Tor Arellio eine Auslösesumme von 50 Goldstücken, die Ampua mit ihren gesamten bisherigen Ersparnissen für das Dorf aufbringt. Ab dem 17. GoldmondX 648 RS ist die Siedlung Vihrea Vesi dann verlassen. Das neue Dorf der Taipuisa wird Gelbe Halme singen im Wind (KeltaisetRuohonteraetLaulavatTuulessa?) genannt. Zu Ampuas Überraschung wird sie von den Ologapuisa, selbst von Führt Verlorene zu den Wolken, inzwischen mit derart viel Ehrerbietung behandelt, dass es ihr fast unangenehm ist.

Ondu hindert die Taipuisa zunächst am Fischen, weil er offenbar einen uralten Groll gegen ihr Volk hegt, der noch aus dem Krieg der Völker stammt. Nachdem vor allem Rashkar für die Taipuisa mit Ondu verhandelt hat, bekommen sie und auch Ampua von ihm jedoch eine Chance und dürfen im See künftig zur eigenen Ernährung fischen - aber nicht, um Handel damit zu treiben.

Am 28. FestmondXII - ausgerechnet zur Wintersonnwendfeier - erreicht Rengaslinna ein Brief der Gilde, der Nachforschungen zu einem möglichen Nekromanten beauftragt, der zuletzt in Suokyla? südlich des Joki-Sees gesehen worden sein soll.

Session 068 (01.10.18 / 29.12.648) - Dem Bösen hinterher [+3]

Ampua

Halver schickt also Mirenna, Varrag, Rashkar und Ampua los, um zum einen die Bevölkerung zu waren und zum anderen den Magier - oder was es sonst sein mag - dingfest zu machen. Gemeinsam wandern wir bis zum Holzfällerlager, danach trennen sich unsere Wege. Ampua zieht mit Rashkar nach Osten weiter, Mirenna und Varrag wollen die westlich gelegenen Gehöfte aufsuchen und dann durch den Sumpf nach Suokyla weiterziehen. In diesem Dorf wollen wir uns treffen.

Auf dem ersten Hof, die Rashkar und Ampua besuchen – dem der Familie Tanner –, hat man noch nie von dem fahrenden Magier ihm gehört, doch auf dem Gehöft der Familie Raitta ist eine Verwandte aus Suokyla? zu Besuch, die bestätigt, dass dort jemand durchgereist ist, auf den die Beschreibung passt und der vor allem der bettlägerigen Tochter der Fährmannsfamilie Svensson Medikamente gegeben haben soll. Auf dem dritten Hof, dem der Reuttinens, ist wieder alles unauffällig.

Die Taipuisa und der Arrodo beschließen spontan, einen Abstecher zu der Hütte am Rand des Sumpfes zu machen, dort wo sie die das Lager der früheren Schmugglerbande ausgehoben hatten. Der Fährmann, der sie vom Ufer der drei Wollbestienzüchter-Höfe übersetzt, trauert um seine Frau. Diese starb vor zwei Monaten an Herzversagen. Offenbar ein ganz normaler Tod.

Als Ampua und Rashkar die Hütte erreichen, ist diese leer, wird jedoch offenbar als allgemeine Reiseunterkunft genutzt. Zahlreiche eingekratzte Nachrichten zieren die lehmverputzten Wände, unter anderem auch eine, die verheißt, dass ein Medikus Heiltränke herzustellen willens ist und jeden Vollmond hier sein wird, um Aufträge entgegenzunehmen. Nach ein wenig Nachdenken beschließt Ampua nun doch das Grab der Fährmannsfrau einer näheren Untersuchung zu unterziehen. Vielleicht liegt sie gar nicht mehr darin? Denn immerhin geht das Gerücht, einer der Imisen, die der Magier behandelt hatte, soll – obwohl verstorben – später als bleiche Gestalt in dessen Umfeld gesehen worden sein. Doch der Verdacht die Fährfrau betreffend erweist sich als falsch, im Grab liegt nach wie vor eine Leiche, alles sieht normal aus. Danach setzen beide den Weg nach Suokyla fort.

Der nächtliche Weg zum dortigen Treffpunkt endet in einem Suokyla, das einem Ameisenhaufen gleicht. Alle Dorfbewohner sind auf den Beinen, mit Fackeln halten sie Wache und reagieren auf jede Bewegung aus der Nacht mehr als nervös. Erst nach ein paar Fragen stellt sich heraus, dass Varrag und Mirenna vor uns eingetroffen sind und etwas von zwei Dutzend Räubern erzählt haben, die sich überfallen hätten. Da Rashkar und Ampua jedoch während ihres Marsches in der Ferne zwei der Keulenbüsche sahen, die eine Raubechse verfolgten, ist ihnen sofort klar, dass es sich nicht um Räuber, sondern um die drei früher freigelassenen Büsche aus der Schmugglerhöhle handeln muss. Dummerweise hat Mirenna bei den Bauern auch von Ondo erfahren, den sie als möglichen unregistrierten Magier näher unter die Lupe nehmen will. Rashkar gefällt das ganz und gar nicht.

Doch Suokyla erweist sich als eine reiche Quelle in Bezug auf den fahrenden verdächtigen Magier. Die 15-jährige Tochter der Fährleute, Eska Svensson, ist tatsächlich seit etwa sechs Monaten krank – Rashkar zufolge hat sie sich vermutlich eine Sumpfkrankheit eingefangen. Vor zwei Monaten tauchte der Medikus auf und gab ihr ein Medikament, von dem die Eltern uns die Reste übergeben. Nach dessen Einnahme ging es dem Mädchen zunächst besser. Dann aber fielen ihr die Haare aus und sie wurde bettlägerig. Eine Woche vor unserer Ankunft schließlich verschwand sie – obwohl sehr schwach – aus ihrem Bett. Eine ausgedehnte Suche durch die Dörfler blieb ohne Erfolg.

Noch in der Nacht befragen Rashkar und Ampua mehrere Dorfbewohner, unter anderem die Svenssons. Ampua wirkt mit einer Halskette von Eska Svensson als Fokus einen Suchzauber, der jedoch kein Ergebnis zeitigt. Sie beschließt, diese Magie am folgenden Tag noch einmal mit einem Büschel Haare zu versuchen. Rashkar beschnuppert derweil den Tontiegel mit einem Rest des Medikaments, einer zähflüssigen Masse. Ein dumpfer metallischer Geruch dringt durch die Decke aus intensiven Kräutergerüchen, die den Tiegel umgibt. Doch die Nase des Arrodo ist nicht so leicht zu täuschen: Er ist sich sicher, das in der Flüssigkeit unter anderem eine erhebliche Menge des Giftes Arsen verarbeitet wurde – eindeutig viel zu viel um noch als Arznei durchgehen zu können.

Doch Ampua hegt noch einen weiteren Verdacht. Wie kann ein bettlägeriges, schwaches Mädchen ohne fremde Hilfe aus ihrem Bett und sogar aus der näheren Umgebung verschwinden? Bevor die anderen Sucher sie daran hindern können, hat sie einen Finger in die zähe Masse getaucht und sofort ist ihr klar: Darin steckt Magie. Eine genaue Untersuchung fördert mehrere Zauber zutage. Zum einen ist da eine Heilmagie, etwas Regeneratives, das langsam und langfristig arbeitet, möglicherweise um dem Gift Arsen entgegenzuwirken. Zusätzlich entdeckt sie einen Aspekt der Gedankenkontrolle, nichts was ihr aber bekannt wäre. Dies könnte erklären, wie sie verschwunden ist, denn dem Einfluss des Zaubers wäre sie, wie schwach auch immer, auf jeden Fall gefolgt.

Wir müssen also das Mädchen finden, denkt sich Ampua, dann finden wir auch diesen Magier. Gleichzeitig kreisen ihre Gedanken aber auch um einen Trank, der die Vergiftung heilen könnte, denn vielleicht ist sie ja noch am Leben und wenn man sie schnell genug entdeckte … Und so findet sie in dieser Nacht nur wenig Schlaf.

Session 068 (08.10.18 / 30.12.648) - Gefahr für Rashkar [+4]

SL

Im Rauschen des eiskalten Dauerregens, der typisch für das winterliche Jokitanssa ist, Frühstücken die Sucher im Haus der Witwe Valtunen, bevor sie für weitere Ermittlungen die Fährmannsfamilie Svensson aufsuchen. Rashkar hätte gerne gewusst, ob in der Nacht Licht bei der Schmugglerhütte zu sehen war, aber die Nachtwachen teilen ihm mit, dass man in dem Regen gerade mal einen Steinwurf weit sieht, nicht bis zu einer 4 Kilometer entfernten Hütte.

Die Svenssons, der Flößer Sören und seine Frau Lenka sowie der sechzehnjährige Bruder Jörn, erzählen von der vermissen 14-jährigen Tochter Eska und ihrer Krankheit, die Rashkar anhand der Symptome als Mangelernährung durch zu viel Fisch und zu wenig Gemüse und Obst identifiziert, von dem reisenden Apotheker, der ihnen Medizin gab, die Eskas Zustand erst verbesserte, bevor es wieder schlimmer wurde - und von der Nacht, in der sie unbemerkt verschwand. Auf die Frage, wieso sie einem dahergelaufenen Mann Medizin zweifelhafter Herkunft abkaufen, antworten sie beschämt, dass ein alchemistisches Elixir der Heilung bei der Gilde wohl an die 12 Goldstücke gekostet hätte, der Wanderheiler aber nur den Gegenwert eines Abendessens - etwa 3 Kupferstücke - verlangt hätte. Der Mann nannte sich Nimmel, Nimmler oder Nimmla oder so ähnlich.

Im gemeinsamen “Kinderzimmer” ist zwar eine Bodenklappe, unter der auf matschigem Boden ein beschädigtes Boot liegt, aber es sind keine Fußstapfen im Matsch zu sehen. Ihr Bett war mit diversen Glücksbringern und Schutzamuletten behängt, darunter auch eine Krabbe, an der Rashkar die Kraft der Geister spürt - offenbar ein Nachbarsgeschenk, das von Ondu dem Cetosi-Schamanen angefertigt wurde. Eska ist vermutlich - im Nachtgewand und barfuss, denn ihre Anziehsachen sind noch im Zimmer - an der schlafenden Familie vorbei durch die Vordertür verschwunden und den Spuren zufolge nach Nordosten - Richtung Ruokomaki? - gelaufen.

Herr Nimmler, so ist weiter im Dorf zu erfahren, war zum letzten Vollmond da, also vor ziemlich genau einem Monat. Er war recht groß für einen olivhäutigen Oljipuni-Mann (ca. 180cm) mit normaler Statur (ca. 70kg), hatte braunes, schon leicht ergrautes Haar, einen brustlangen Vollbart und braune Augen mit buschigen Augenbrauen. Er sprach mit “fremdländischem Akzent”. Seine Kaftan war blass sandfarben, sicherlich eine hochwertige Maßanfertigung, aber schon recht abgenutzt, die Stiefel neu und von guter Qualität. An den Armen sah man, dass er seinen Körper mit Schrift bedeckt hatte, die hier im Dorf keiner lesen kann (die Sucher zeichnen Beispiele: es könnte sich durchaus um eine Zauberschrift, vielleicht die berüchtigten “Vanhat Nopat”, handeln). Er hatte einen Diener dabei, der kein Wort sagte, sondern sich nur mit Handzeichen verständigte - ein sehr großer (190cm), kräftiger Mann, barfuß, in einer abgetragenen Kutte, die nur mit einem Seil statt einem Gürtel geschlossen war. Er roch stark nach Eukalyptus und Wassergräsern und auch ein wenig nach Kompost. Der Diener führte auch den mit Kräutern und Tontiegeln beladenen Steppenläufer des Wander-Apothekers.

Im Dorf gab es zwei weitere Kunden: Frau Jeltinen, die Bäckerin, die von ihm Aromaöle einkaufte, sowie Herr Sundonen. Auf dem Weg zu diesen Käufern fängt Varrag orr’Ogrescu einen ungezogenen Bengel ein, der mit der Zwille auf ihn geschossen hatte, “weil er ein Arrodo ist”. Der Bengel hat offenbar auch den stummen Diener beschossen, der aber nicht im mindesten reagierte, obwohl er nach Meinung des jungen Meisterschützen einen blauen Fleck hätte haben müssen. Nach dem Gespräch mit der Bäckerin ist klar: Die Aromaöle waren gestreckt und von minderer Qualität, aber wenigstens nicht vergiftet oder verzaubert. Herr Sundonen, ein Grasflechter, kaufte eine billige Fettsalbe für seine schwieligen Hände, die zwar leicht ranzig, aber auch weder giftig noch verzaubert ist. Die Tiegel hat der Wanderapotheker offenbar aus verschiedenen Quellen zusammengekauft, sie gleichen sich nicht. Die wandernden Verkäufer waren offenbar aus Richtung Osten gekommen und Richtung Nordosten unterwegs - also in der gleichen Richtung wie die Sucher!

Bei den Gesprächen merkt Rashkar, dass Mirenna offenbar ohne Worte und mit einem Minimum an Fingergestik Zauber auf die Verhörten wirkt. Dies spricht in der Regel für ein großes magisches Geschick. Er wird später dem Schamanen Ondu vom giftmischenden Nekromanten berichten und den Cetosi auch vor Mirenna warnen.

Mit einer Probe des Muskat-Aromaöls der Bäckerin spricht Ampua einen Suchzauber (Seeker) und lokalisiert mehr von genau diesem Öl fast 1,5km nordöstlich, offenbar innerhalb der Canyon-Felswand. Dort muss eine Höhle oder dergleichen sein! Sofort packen die Sucher ihre Habe zusammen und nehmen die Verfolgung auf.

Session 069 (29.10.18 / 30.12.648) - Auf der Ölspur [+3]

SL

Nachdem die Helden von Suokyla? aufbrechen, trennen sich die Wege: Während Rashkar und Tam Tam den Spuren von Eska nach Norden folgen — und einen Abstecher zum Schamanen im See, Ondu, machen, um ihm alles zu berichten — beeilen sich Ampua, Varrag und Mirenna, dem Geheimnis des Muskat-Duftöls auf die Spur zu kommen, dass Ampua in der Canyonfelswand am Weg zwischen Suokyla und Ruokomaki? geortet hat.

Ampua und “ihre” Sucher stürmen daraufhin eine oberhalb der Straße gelegene Räuberhöhle, wobei sie die Räuber gekonnt überraschen und gefangen nehmen können. Die größte Überraschung wartet in Form eines an die Wand geketteten Zombies auf sie, der vage nach Rosenduft riecht und von den Räubern offenbar als Zielscheibe für Wurfdolche missbraucht wurde. Die Kiepe mit Duftölen, Aromen und Salben, die der Untote einst die Straße entlang trug, findet sich ebenfalls in der Höhle der Räuber wieder. Die Räuber sagen aus, der “komische Mann” sei vor 8 Tagen in den frühen Morgenstunden die Straße von Süden nach Norden entlanggeschlurft, da hätten sie ihn als Kuriosum mitgenommen. Mirenna und Varrag verbringen noch vor Einbruch der Dämmerung die gefangenen Räuber zum Verhör nach Jokikaupunki. Man verabredet, sich entweder in Ruokomaki oder hier in der Höhle wiederzutreffen.

In der Zwischenzeit wird Rashkar in den Schwemmwiesen nahe des Sees von drei untoten Wasserleichen angegriffen, die er und Tam Tam aber kompetent entsorgen. Darüber hinaus findet er einen Fetzen von Eskas Nachtkleid als einzige Spur. Die nasse Umgebung macht eine vernünftige Spurensuche nahezu unmöglich und die teils an den hochstehenden Schilfgräsern abgestreiften Geruchsmarken des Kindes erweisen sich als unzureichend. Er macht sich daraufhin enttäuscht Richtung Straße auf und versucht, ebenfalls diese Höhle - und seine Suchergefährten - wiederzufinden.

Als die beiden Fährtensucher die Räuberhöhle finden, sind sie so erschöpft, dass sie sich zur Ruhe begeben, nachdem die Höhle magisch gegen weitere ungebetene Besucher gesichert wurde und sich die Sucher stritten, wie mit dem Untoten zu verfahren sei: Während Rashkar ihn als “wider den Kreislauf” sofort vernichten möchte, will Ampua ihn lange genug bestehen lassen, um ihn magisch analysieren zu können, in der Hoffnung, etwas über den Nekromaten zu erfahren. zähneknirschend gibt Rashkar nach - aber nur, bis zum Morgengrauen! Ampua nutzt also den Abend, um den Untoten zu analysieren (Analyze Magic) und begibt sich dann in Meditation, um ihre gehörig in Unordnung geratene Essenz wieder in geordnete Bahnen zu lenken (PT abbauen). Vor Erschöpfung schläft auch sie bei der Meditation einfach ein.

Am Morgen des 31. GelagemondesXII beendet Ampua ihre Analyse und stellt fest, dass der Zombie-Zauber (M151) auf dem Wesen offenbar mit einer Variante des Illusionszaubers Independence (M96) verbunden wurde, damit der Untote semi-autark agieren und eine Art “Programmierung” abarbeiten kann. Offenbar beinhaltete die Programmierung, die Kiepe an einem Punkt im Süden beladen zu lassen, einen Geldbeutel auszuhändigen, und die Ware nach Norden zu einem anderen Punkt zu transportieren. Offenbar hat der Nekromant also einen Zulieferer für seine Kräuter und Mittelchen, der mitverantwortlich gemacht werden könnte. Sicher ist: Das Interesse des Zombies am Transport der Kiepe ist größer als daran, Leute anzugreifen.

Nach einem weiteren Streit über den Nutzen eines nach Hause eilenden Zombies wird derselbe schließlich getötet und die Leiche nach einer Autopsie begraben. Rashkar findet heraus, dass alle Organe oberhalb des Zwerchfells entnommen wurden, um Platz für eine gesiegelte Schriftrolle zu schaffen. Das Siegel ist mit einer stilisierten Feder und Schriftzeichen in einer Zaubersprache? versiegelt. Über Dampf öffnen die Helden sie, ohne sie zu beschädigen, den mit Zauberschrift verfassten Inhalt können sie jedoch nicht lesen. Zu guter Letzt zeichnet Ampua den Ohrring, die Clanstätowierung (Clan Sumpfgleiter weist auf den Erola-Hof in Jokitanssa hin), die Narbe des Toten und die Kiepe sowie das Siegel, um eine Wiedererkennung zu ermöglichen.

Ampua entdeckt bei alledem auch, dass eine schwache Erdmagie-Tilalinie (Klasse 1) in der Höhle an die Oberfläche tritt und sie hier gut Kraft sammeln könnte.

Noch am selben Morgen besucht tatsächlich jemand die Räuberhöhle: Ein älterer Mann ruft nach “Jurka” und “Yngvar” - offenbar welche von den Räubern, die er beliefern wollte. Es stellt sich nämlich heraus, dass der alte Erku Klee ein Schwarzbrenner ist, der sich unter Androhung der Gerichtsbarkeit erinnert, das Mädchen vor 8 oder 9 Tagen in den frühen Morgenstunden gesehen zu haben - auch wenn er die bleiche Gestalt im weichen Kleidchen für einen Geist hielt und sich tunlichst verborgen hielt. Er kennt auch den Zombie aus der Räuberhöhle: Aku Uoti verschwand vor 16 Monaten aus Pullonkaula, seine Witwe hat erst vor kurzem die Trauerfarben ausgezogen.

Den merkwürdigen Kräuterhändler kennt er übrigens auch, er wohnt seit etwas über 1 Jahr bei der alten Witwe Vaila Soininen auf dem Hof. Der Hof war mal ein schöner Reitvogel-Hof, verkam aber nach dem Tod von Herrn Soininen, weil seine Frau keine Ahnung vom Geschäft hatte. Nun ist sie wohl froh, wenigstens einen Mieter zu haben. Auch die merkwürdigen Boten des Kräuterhändlers hat er schon gesehen, aus der Ferne. Sie sind immer spätabends oder frühmorgens unterwegs, wenn rechtschaffene Leute schlafen. Unter der Auflage, nichts über all das zu erzählen, lassen die Sucher ihn laufen, denn für die weltliche Gerichtsbarkeit sind sie ja nicht zuständig.

Die Helden brechen nach Ruokomaki auf, nachdem sie die Höhle mit einem Gildenzeichen als Warnung versehen haben. In der Taverne “Zur zänkischen Alten” - in der bezeichnenderweise drei Herren ohne Frau die Wirtschaft führen - finden sie am Mittag Varrag und Mirenna wieder. Ob des grausigen Wetters haben die beiden offenbar beschlossen, dass es besser sei, in einer warmen Stube mit gutem Essen und ausreichend Bier auf die beiden anderen Sucher zu warten.

Der Soininen-Reitvogelhof liegt gute 20 Fußminuten nordwestlich von Ruokomaki, und die sanfte Hügelkette zwischen Hof und Dorf erlaubt den Helden, ihn ungesehen auszuspähen. Offenbar arbeitet ein Zombie nahe des Hauses mit einer Harke im Beet, und die verfallen wirkende Farm aus Haupthaus, Stall und verwachsenen, leeren Koppeln scheint sonst keine Attraktionen zu bieten. Rashkar verwandelt sich daraufhin in einen Spatz und fliegt eine Aufklärungsrunde: Im Stall warten noch ein ausgezehrter, aber lebendiger Steppenläufer und drei herumdümpelnde Imisén-Zombies, während im Haus mindestens eine weitere Person im südlichen Zimmer mit Geschirr hantiert. Außerdem sind alle Zugangswege offenbar mit runenbeschrifteten Steinplatten gesichert, um die die Sucher lieber einen Bogen machen möchten. Sie beschließen, den Hof zu umzirkeln, um ungesehen von Nordosten her bis an die Gebäude heranzukommen. Etwa eine Stunde später - so gegen 14:00 Uhr - erreichen sie unbehelligt das Farmhaus.

Session 070 (12.11.18 / 31.12.648) - Der Leichenhof [+4]

SL

Am Nachmittag des 31. GelagemondesXII sind die Sucher vor allem damit beschäftigt, den Soininen-Hof von Zombies zu befreien, was sich als hübsches Stück Arbeit erweist. Neben dem Exemplar im Rübenbeet und den drei Zombies im Stall warten im Haus 3 weiter unangenehme Zeitgenossen sowie ein untoter Steppenläufer auf sie. In den Koppeln waren 4 weitere im Boden eingegraben, um die sich im Alleingang Tam Tam kümmerte, der draußen Schmiere stehen sollte, während die Imisén, die beiden Arrodos und die Taipuisa das Haus aufräumten.

Allen Zombies ist gemein, dass sie offenbar 2–3 Tagen stumpf die Arbeit weitermachen, die ihnen zuletzt aufgetragen wurden: Brandlöcher im Hemd und tiefe Schleifspuren im Bügeltisch vom Bügelzombie, ein ausgegangener und mit Holz überfüllter Herd, ein offenbar zum dritten Mal frisch bezogenes Bett und einige sehr saubere Töpfe deuten darauf hin. Alle bis auf die 3 inaktiven in der Scheune enthalten Befehls-Schriftrollen.

Eine frohe Botschaft gibt es allerdings: Im Speicher des Haupthauses findet Ampua eine völlig verstörte, kranke und vergiftete sowie ausgehungerte Eska vor, um deren Versorgung sie sich umgehend kümmert, während andernorts noch gekämpft wird.

Session 071 (25.11.18 / 31.12.648) - Obduktionen und heilende Worte [+5]

SL

Mirenna und Varrag laufen nach Jokikaupunki, um nach Beseitigung der akuten Gefahr dem dortigen Gildenstützpunkt Bericht zu erstatten und einen Magier kommen zu lassen, damit der entscheidet, was mit dem Hof weiter passieren soll.

Als das Mädchen Eska im Wohnzimmer des Soininen-Hofs einigermaßen stabilisiert und gefüttert einschläft, beginnt Ampua mit der Durchsuchung des kleinen Lagerkellers. Neben zahlreichen Nahrungskonserven in Weckgläsern wurden dort in jüngerer Zeit offenbar auch Imisén-Organe wie Herzen, Lungen, Lebern und Augen eingeweckt, alle fein säuberlich beschriftet dem Namen der Spenderin. In fettgetränktem Stoff ist außerdem eine Frauenleiche eingeschlagen: Der Werlanerin wurden offenbar bei lebendigem Leibe unter Betäubung Magen, Darm und Nieren entnommen, der blonde Haaransatz ist mit Kohle für den Schnitt markiert. Ampua zeichnet das Grauen zur Dokumentation ab. Rashkar katalogisiert derzeil das provisorische Alchemielabor im Esszimmer, in dem sich neben Arsenik und Gerbstoffen / Konservierungsmitteln auch Antiseptika und Benommenheitsgifte finden.

Hinter einem losen Wandpaneel im Wohnzimmer findet der Arrodo darüber hinaus eine Schatulle mit etwas Geld und Schmuck (3 Gold + 2 Gold in Schmuck), die Rashkar zur Versorgung der Opfer benutzen möchte. In den Schrank des Schlafzimmers der verblichenen (und zombifizierten) Witwe Soininen wurde ein Ehegemälde mit einem Amalay-Segensspruch gestopft, zusammen mit einem gravierten Hochzeits-Suppenlöffel aus Zinn, den ein Segensspruch der Clans-Ahnenfrau Ainala ziert. Offenbar waren diese gesegneten Gegenstände dem Nekromanten unheimlich und er wollte sie nicht sehen.

Bevor Eska endgültig in einen magischen Heilschlaf (Healing Slumber, M94) gelegt wird, bestätigt sie noch, dass der Nekromant ein besonderes Interesse an blonden, blauäugigen Mädchen mit Stupsnasen und kleinen Ohren hatte - offenbar will er einer kranken (?) Frau helfen. Er ritt vor 2 Tagen laut fluchend und sich über “Verfolger” beschwerend auf einem Steppenläufer fort. Sie traute sich aber wegen der Zombies nicht aus ihrem Versteck im Heuschober. Wieso der Mann und seine Kreaturen sie dort nicht fanden, weiß sie nicht, aber so war es. Den Grund findet Rashkar heraus, als er sich auf die örtliche Geisterwelt einstimmt: Er hat ein kurzes, freundliches Gespräch mit Ainala, der tüchtigen Ahnenfrau von Heim und Herdfeuer. Ihre Macht hat Eska vor den Augen und Suchzaubern des Nekromanten geschützt. Rashkar wird Eska später davon erzählen und ihr den Heirats-Suppenlöffen mit Ainalas Segensspruch schenken, der ihr das Leben rettete.

Am Abend erreichen 5 Reiter - Mirenna, Varrag sowie der LaureatIV Frans Limatainen und zwei weitere Sucher - den Hof. Der Magus kümmert sich um die Analyse der merkwürdigen Steinplatten, fühlt sich danach aber schlecht und klagt, er würde die Geister der Toten sehen. Tatsächlich sehen auch die anderen Anwesenden Geister in seinem Umhang spuken - offenbar hat er beim Zaubern einen Fehler gemacht und das Gewebe der allgegenwärtigen Essenz über Gebühr beansprucht. Rashkar bemerkt überdies, das in seiner Nähe Fliegen und andere kleine Tierchen tot zu Boden fallen. Immerhin kann der Magier dank der Schriftrollen bestätigen, dass der Transport-Zombie aus der Räuberhöhle, Aku Uoti, den Befehl hatte, Waren von einem Knecht des Seldana-Hofs im Süden zu besorgen und hier auf den Soininen-Hof zu bringen.

Rashkar hebt aus dem Stall einige Schuppen der Reitechse des Nekromanten auf, damit Ampua das Reittier orten kann. Sie sagt, sie möchte es von der Räuberhöhle aus probieren, weil sie dort die Leylinien nutzen kann. Während Rashkar also die halb verhungerte Reitechse aus dem stinkenden Stall schafft, sie päppelt und mit einem sogenannten “Echsenröster” - eine 2m lange und 80cm breite, geschlossene Kohlepfanne, die die erstarrende Kälte aus großen Reitechsen treiben soll - wieder aufwärmt, eilt Ampua also gemeinsam mit Frans in die Räuberhöhle und lokalisiert das gesuchte Tier im Clansland der Steppenläufer (Sveldra) (wenige Meilen nördlich der noch namenlosen Stadt #34 auf der Eluvienkarte).

Der Zauberer reitet auf diese Nachricht hin sofort nach Jokikaupunki zurück, um eine Botschaft nach Sveldra zu schicken, damit sich die dortigen Sucher des Problems annehmen können. Den Suchern aus Rengaslinna hingegen befielt er, bald in ihren Stützpunkt zurückzukehren und unterwegs das Mädchen bei seinen Eltern abzuliefern und danach dem Geschäftspartner des Nekromanten auf den Zahn zu fühlen. Seine beiden Sucher bleiben hier auf der Farm und bewachen sie, bis “weiter oben” über das weitere Vorgehen hier entschieden wird, immerhin seien aber mit Sicherheit keine weiteren Untoten im Umkreis von 3km.

Rashkar zieht sich nach alledem erst einmal zur Meditation zurück - es ist mittlerweile 1 Uhr nachts am 1. SchneemondI des neuen Jahres 649 nach dem Rat der Sieben und von den Dörfern der Umgebung dringen Musik und Gejohle des Winterwende-Festes über die Hügel - um mit Nebelpfote Kontakt aufzunehmen und um neue Fähigkeiten zu bitten. Der Rauchparder-Geist zeigt sich seinem treuen Diener entgegenkommend.

Als der Morgen graut, hält Rashkar noch einmal Leichenschau und bestätigt, dass alle Zombies und vorbereiteten Leichen entweder in das ermittelte Mädchen-Beuteschema passen, oder Streuner sind, die niemand vermissen wird. Die meisten von ihnen starben durch stumpfe Gewalteinwirkung auf den Kopf.

Session 072 (10.12.18 / 1.1.649 RS) - Ein Neujahrsfest mit Unterbrechungen [+4]

Ampua

Da Rashkars noch namenlose Reitechse nach aufopfernder Pflege des Arrodo so weit wiederhergestellt ist, dass sie den Weg nach Suokyla bewältigen kann, machen sich Rashkar, Ampua, Eska, Tam-Tam und natürlich Mirenna und Varrag auf die kurze Reise. Ampua unternimmt noch einen kleinen Abstecher zur Räuberhöhle, um von dort einige der besseren Öle und Duftstoffe mitzunehmen - einerseits, man weiß ja nie und zudem könnte damit die Not einiger der Hinterbliebenen gelindert werden.

Nach einem halben Tag erreicht die Gruppe das Dorf, wo alle Häuser zum Neujahrsfest geschmückt sind, aber von den Spuren einer zurückliegenden Feier ist nichts zu erblicken. Alle haben auf unsere Rückkehr und auf Eska gewartet. Weil jedoch der pflichtbewusste Rashkar und auch Mirenna darauf bestehen, wandern wir zunächst zum Hof der Familie “Seldana”, um dort den Knecht zu verhören, der den Zombie-Alchimisten mit Duftölen versorgte.

Auf dem Hof gestaltet sich jedoch alles ein wenig schwieriger als zunächst erwartet. Der Hausherr will den Schultheißen aus Suokyla holen lassen, bevor er uns Untersuchungen gestattet. Rashkar und Mirenna willigen ein und einer der Söhne wird mit diesem Auftrag losgeschickt. Ampuas Hang zur Wahrheit und ihre offene Art im Zusammenspiel mit einem erheblichen Maß an Neugier sorgen allerdings dafür, dass die zusammengerufenen Knechte en detail erfahren, worum es geht und vor allem, welch schreckerregende Strafe denjenigen erwarten könnte, der sich als der Schuldige herausstellt. Rashkar, der in der Zwischenzeit mit dem Hofbesitzer-Ehepaar gesprochen hatte, entschlüpft ein Seufzen, als der davon hört.

Immerhin aber kommt Ampua während des Aufzählens möglicher Todesarten der Gedanke, den Übergabeort zwischen dem Knecht und dem Zombie auf den Meter genau festzustellen. Die Übergabe fand an einer Nebentüre der Scheune statt. Das ausgesprochen, verrät sich einer der Knechte namens “ ‘Kjosta’ ” sich aus Rashkars Sicht durch einen unbedachten ärgerlich-überraschten Laut.

Dennoch befragt der Arrodo zunächst alle fünf anderen Knechte und erfährt unter anderem, dass einer von ihnen durchaus Kräuteröle und Duftpasten herstellt und diese auch manchmal verschenkt - allerdings wäre die Menge bei weitem nicht ausreichend gewesen. Allerdings ist das, was Rashkar während der Verhöre erfährt, kaum nennenswert, abgesehen von aufbrausenden Zwischenrufen des Hausherrn, für die dieser mehrfach zurechtgewiesen wird. Der Schultheiß ist dabei nur bedingt eine Hilfe, denn es stellt sich heraus, dass Herr Seldana diesen bezahlt, wenn eine Rechtssache nach seinem Sinn laufen soll.

Der Knecht Kjosta erweist sich als harte Nuss. Ampua und Rashkar - obwohl von seiner Schuld überzeugt - können ihn partout nicht festnageln und an Beweisen fehlt es allemal. Eine Durchsuchung seiner Kammer erbringt ein Buch, eine Art Herbarium mt Zeichnungen und Beschreibungen von Heilpflanzen. In dem Umschlag versteckt birgt es jedoch einen Schatz: Einen Beleg über ein Gildenkonto. Das ist etwas, das sich nur sehr reiche Leute leisten. Da Kjosta behauptet, erst seit einem guten Dreivierteljahr auf dem Hof zu sein und davor als ungelernter Arbeiter an verschiedenen anderen Orten, die alle an dem gedachten Herkunftsweg des Alchimisten liegen, keimt in Ampua erstmals der Verdacht auf, dass Kjosta schon seit Beginn mit dem Alchimisten zusammenarbeitet und diesem in der jeweiligen Region zu Diensten ist. Er weiß also viel mehr als zunächst vermutet und hat zudem einen großen Anteil an den vielen Toten. Doch er behauptet steif und fest, er bewahre den Beleg nur für einen anderen Knecht auf.

Erst eine genaue Untersuchung von Kjostas Arbeitsplatz, der Metzgerei, ergibt Handfestes. Mittels Magie entdeckt Ampua Rückstände eines Öls und kann dieses zweifelsfrei einem jener Öle aus der Räuberhöhle zuordnen. Verborgen in einem alten Kessel unter der Treppe findet Rashkar dann auch eine großen Menge fertiger Öle. Weil Kjosta dennoch weiter leugnet, wird es Mirenna zu bunt. Sie wirkt ohne große Umschweife und sehr zu Ampuas Überraschung (Rashkar zuckt mit keinem Schnurrhaar) einen Wahrheitszauber auf den Knecht, worauf dieser gegen seinen Willen alles ausplaudert und gesteht. Danach ist die Sache klar.

Session 073 (28.12.18 / 3.1.649 RS) - Der Gefangene von Jokikaupunki [+3]

SL

Die Sucher liefern den geständigen Kyosta in der Konventsfestung in Jokikaupunki ab. Unterwegs bekommen sie in der Taverne in Suokylae? mit, dass schon vielerlei Gerüchte um das “Massaker von Ruokomaki” im Umlauf sind, für das unter anderem “Der Herr des Sees” und seine “Seeschlangen” verantwortlich gemacht werden.

In der Festung angekommen, verhören sie Kyosta in seiner Zelle, weil der verantwortliche Magier, Frans Limatainen, sich lieber um das Kurieren seine Hühneraugen kümmert.

Am folgenden Tag (3.1.) erfreut sich Rashkar am gemeinsamen Training mit Altsucher Simon Oivar und Jungsucher Joran Tammi, der offenbar noch viel zu lernen hat; außerdem geraten sie erneut mit Magus Limatainen aneinander.

Schließlich - als alles mehr oder weniger geregelt erscheint - reisen sie nach Rengaslinna zurück, um Halver Brúns Bericht zu erstatten.

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Zuletzt geändert am 11.01.2019 16:08 Uhr